Track #9 Die Rolle von Bildung für eine egalitäre Gesellschaft

Trackleitung: Harry Friebel und Wibke Boysen (beide Universität Hamburg Fakultät Wirtschafts-und Sozialwissenschaften Fachbereich Sozialökonomie).

Wie Bildungspolitik, Bildungseinrichtungen und Unterricht bestehende Ungleichheit in der Gesellschaft reproduzieren oder verschärfen ist nicht bloß Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, sondern auch breiter gesellschaftlicher Diskussion. Zu kurz kommt in diesem Kontext meist die Frage, mit welchen Mitteln der emanzipatorische Charakter von Bildung hervorgestrichen werden kann, um zu einer egalitären Gesellschaft beizutragen. Die Frage, wie Emanzipation und Entfaltung insbesondere für Kinder und Menschen aus wirtschaftlich und sozial schwächeren Familien ermöglicht werden kann, steht dabei im Mittelpunkt dieses Tracks.

  • Welche bildungspolitischen Visionen gibt es abseits der Realität von Ökonomisierung und permanenter Leistungsfeststellung? Welche Rolle spielt der Wert „Gleichheit“ in der Diskussion wie ein modernes und gerechtes Bildungssystem gestaltet werden soll?
  • Trägt die Vereinheitlichung vonBildungsstandards dazu bei Bildungsniveaus anzugleichen und welche Probleme wirft diese Outputorientierung in einem von Ungleichheit geprägten Bildungssystem auf?
  • Wie soll Bildungspolitik und Unterricht gestaltet werden, um schlechtere Startpositionen im Bildungssystem auszugleichen? Welche Handlungsspielräume haben LehrerInnen?
  • Sind Ganztages- und Gesamtschulen eine notwendige Vorbedingung für eine an Gleichheit orientierte Bildungspolitik? Welchen Voraussetzungen bedarf es, um (berufliche) Weiterbildung allen Menschen zugänglich und für diese attraktiv zu machen?