„Wir bleiben weiterhin in Bewegung, versprochen!“

9. Nov 2018

Fernrohr 481.906 Menschen haben das Frauenvolksbegehren unterschrieben. In einem Kontrast.at Interview anlässlich des Momentum-Kongresses in Hallstatt erzählen zwei der Sprecher, Lena Jäger und Christian Berger, über ihre Erfahrungen, die ermutigenden Erfolge und auch Enttäuschungen aus einem Jahr Arbeit für die Gleichberechtigung.

Kontrast: Was hat euch rund um das Frauenvolksbegehren am meisten motiviert?

Lena Jäger: Es war wunderbar zu sehen, wie in fast allen Bundesländern Aktivistinnen-Gruppen entstanden sind, Menschen sich in Gruppen engagiert und sich Aktionen überlegt, Öffentlichkeitsarbeit gemacht haben. Es hat uns wirklich gefreut, wie das alles wächst und wie viele sich unserer Bewegung angeschlossen haben. Und wie diese WhatsApp-Gruppen ständig wachsen, bis heute noch.

Christian Berger: Motivierend war dieser Politisierungsprozess, den wir bei vielen Menschen beobachten konnten, mit denen wir gesprochen haben. Auch weil die Leute die Lebensrealitäten von Frauen bzw. ihre eigenen plötzlich anders gesehen haben.

Lena Jäger: Wir haben ja auch Gruppen oder Menschen erreicht, die am Anfang skeptisch waren. Ich denke da an Maria Rauch-Kallat oder Reinhold Mitterlehner. Auch Liberale haben sich angeschlossen, Leute von den Neos.

Christian Berger: Sogar Leute aus dem katholischen Spektrum, die katholische Sozialakademie, Teile der katholischen Frauenbewegung waren dabei. Jene, für die ein starkes sozialpolitisches Programm wichtig ist und die sich in unseren Forderungen nach einem besseren Leben für alle wiedergefunden haben. Die hatten für das große Ganze den Blick und haben uns stark unterstützt.

Christian Berger: Man kann ja auch große Ideen unterstützen und dennoch Kritik an Details haben.

 

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