Trackmoderation: Vielfalt zwischen Identitätsstiftung, Diskriminierung und Empowerment

22. Mrz 2017

Foto Track #3 Track #3 „Vielfalt zwischen Identitätsstiftung, Diskriminierung und Empowerment“ moderieren Faika El-Nagashi und Johanna Hofbauer. Bis 12. April können Policy Papers, Forschungspapiere und Praxisberichte, die sich unter anderem mit folgenden Fragen befassen, eingereicht werden.

  • Wie werden individuelle und kollektive Identitäten sozial hergestellt? In welchem Verhältnis stehen sie zur Selbst- und Fremdzuschreibung? Wann tragen Identitäten zum Empowerment, wann zur Stigmatisierung bei?
  • Wie verhalten sich Identität und Vielfalt zueinander? Wie lässt sich angesichts einer zunehmend als heterogen wahrgenommenen Gesellschaft und einem Voranschreiten der Individualisierung gesellschaftliche Solidarität und Zusammenhalt herstellen?
  • Wie kommt es zur Herausbildung von Mehrfachdiskriminierungen bestimmter Identitätsentwürfe (Stichwort: Intersektionalität) und wie kann diesen entgegen gewirkt werden?
  • Wann und wie werden Ansätze die „Toleranz“ oder „Integration“ einfordern, zum Problem? Welche Alternativkonzepte gibt es und welcher Umgang mit Differenzen liegt diesen zugrunde?
  • Welche Rolle spielt die Abgrenzung vom bzw. von Anderen für die Konstitution der eigenen Identität?
  • Wie kann auf Versuche der Vereinnahmung von Instrumenten des Empowerment reagiert werden?

 

Foto Faika El-NagashiFoto Johanna Hofbauer Faika El-Nagashi ist Politologin mit langjähriger NGO-Erfahrung in den Bereichen Frauenmigration und Frauenrechte. Sie ist Menschenrechtsaktivistin und arbeitet seit über 15 Jahren insbesondere in der Integrations- und Migrationspolitik. Seit Herbst 2015 ist sie Wiener Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin und dort stellvertretende Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für Bildung, Integration, Jugend und Personal. Sie ist Sprecherin der Wiener Grünen für Integration, Migration und Menschenrechte. Johanna Hofbauer forscht und lehrt als ao. Univ.Prof. am Institut für Soziologie und empirische Sozialforschung der WU Wien, und ist Mitglied des Forschungsinstitut Economics of Inequality (ineq). Sie arbeitet zum Thema Gender und soziale Ungleichheit, zu Fragen der Strukturentwicklung von Arbeit und zu Bedingungen der Chancengleichheit in Arbeitsorganisationen. Ihre neuesten Publikationen widmen sich Fragen der Universitätsreform und Bedingungen für Wissenschaftskarrieren; sowie der Reform der Arbeitsmarktverwaltung und der Interaktionsarbeit in der Arbeitsmarktvermittlung.

 

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