Trackmoderation: Vielfalt – Ein Wert an sich?

7. Mrz 2017

Foto Track #10 Georg Hubmann und Glaucia Peres da Silva haben sich bereit erklärt bei Momentum17: Vielfalt die Moderation des Tracks #10: Vielfalt – Ein Wert an sich? zu moderieren. Wir freuen uns ein großartiges Duo für diesen Track gewonnen zu haben. Track #10 verhandelt folgende Fragen:

 

  • Was bedeutet Vielfalt in einer Konsumgesellschaft, die Individualismus anpreist und in Wirklichkeit Gruppenidentität verkauft?
  • Wie ist das Bekenntnis zur Vielfalt von Religionen zu verstehen, die für sich selbst eine universelle Wahrheit beanspruchen?
  • Was bedeutet der Begriff schließlich dafür, wie wir uns die Welt aneignen und welche ethischen Normen wir daraus ableiten? Stehen hier alle Ansätze gleichberechtigt nebeneinander, oder fungiert etwa Kulturperspektivität als Ersatz für Wahrheit und unverbrüchliche, universelle Rechte?
  • Wie sehr dient Vielfalt als Argument für Ungleichheit, etwa wenn unter Verweis auf vielfältige Talente dieselben mit unterschiedlichen Wertigkeiten verbunden werden?
  • Kurz: wie viel Vielfalt ist gesellschaftlich wünschenswert, ab wann kann sie aber auch zum Hemmschuh der gesellschaftlichen Entwicklung werden?

Foto Georg Hubmann Foto Glaucia Peres da SilvaGeorg Hubmann, ist Sozialwissenschaftler und Leiter des Marie Jahoda – Otto Bauer Institut. Er arbeitet dort an der Vernetzung von Wissenschaft und Politik mit dem Ziel komplexe Zusammenhänge für den gesellschaftlichen Diskurs aufzubereiten. Die Themenpalette reicht von Wirtschaftspolitik und Verteilungsfragen über Gleichberechtigung, Europapolitik und Bildungschancen bis hin zu historischen Themen rund um die ArbeiterInnenbewegung. Mehr dazu unter: www.jbi.or.at Glaucia Peres da Silva, Dr. phil., geb. 1979, ist Soziologin und arbeitet seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen. Ihre Forschungsinteressen sind Musikwirtschaft und transnationale Prozesse in Kultur und Ökonomie. Aktuell forscht sie zum Wert der Arbeit von Musikern in international vergleichender Perspektive. Ihre Promotionsschrift trägt den Titel Wie klingt die globale Ordnung. Die Entstehung eines Marktes für World Music (Wiesbaden 2016). Ihr Artikel „Weltmusik: Ein politisch umstrittener Begriff“ ist im Band Global Pop. Das Buch zur Weltmusik, Leggewie/Meyer (Hrsg.) (J.B. Metzler 2017) erschienen.“

 

 

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