Schmidinger Thomas: Arbeitsformen und Arbeitszufriedenheit

5. Nov 2009

Abstract Momentum 09 Track 4 „Arbeitsformen und Arbeitszufriedenheit”

In den letzten Jahren sind die Zahlen prekär beschäftigter WissenschafterInnen auch in Österreich deutlich angestiegen. Während sich für NachwuchswissenschafterInnen nur geringe Chancen für einen Einstieg in reguläre Arbeitsverhältnisse an Universitäten ergeben, kämpfen sich immer mehr WissenschafterInnen von Projekt zu Projekt oder müssen von Semester zu Semester erneut um Lehraufträge bangen. Als Alternative schlägt die Universität Wien nun so genannte senior lecturers vor, die zwar regulär angestellt sind, jedoch so viele Stunden mit der Lehre zubringen werden, dass daneben kaum mehr Zeit für Forschung bleibt. Auch der jüngste Kollektivvertrag der Universitäten wurde letztlich nur mit einem Kompromiss auf Kosten der S1-Stellen und LektorI nnen durchgesetzt. Immer deutlicher tritt so eine akademische Zweiklassengesellschaft zu Tage in der der Großteil an Wissensproduktion unter prekarisierten Bedingungen stattfinden muss.

Da auch ich zu diese prekarisierten WissenschafterInnen zähle und damit keine Zeit habe kurzfristig ein zwei Seiten umfassendes Abstract zu liefern, möchte ich hier in aller Kürze mein Referat skizzieren:
Es wird dabei um die Arbeitssituation externer LektorInnen an Österreichs Universitäten, die Produktionsbedingungen von Wissenschaft und die Arbeitszufriedenheit von prekarisierten WissenschafterInnen – insbesondere SozialwissenschafterInnen – gehen. Dabei soll jedoch auch die (selbst-)kritische Frage gestellt werden ob es ein staatliches Interesse an kritischen Sozialwissenschaften gibt bzw. wie weit von Regierenden bezahlte Sozialwissenschaft nicht auch ihren kritischen Stachel verliert.

Thomas Schmidinger

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AutorIn Momentum 2011-05-16 23:07:36