Track #9: Macht der Ökonomie, Ohnmacht der Ökologie?

Trackmoderation: Andreas Novy, Heidi Rest-Hinterseer

Ökologische Fragen sind immer auch ökonomische Fragen. Eine demokratische und effektive Adressierung ökologischer Probleme wie übermäßiger Ressourcenverbrauch, Spekulation mit Lebensmitteln oder dem Klimawandel scheitert in hohem Maße an der Macht großer, transnational tätiger Konzerne und deren Lobbyverbänden. Hinzu kommen grundlegende Probleme marktwirtschaftlicher Akkumulationslogiken, die je nach politischen Rahmenbedingungen ökologische Krisen auslösen und verschärfen können. Neben der Forderung nach ökologischer Regulierung von Märkten gibt es deshalb auch ein wachsendes Interesse an alternativen Formen nachhaltigen Wirtschaftens – beispielsweise rund um die Diskussion von Commons- bzw. Allmendekonzepten oder von Gemeinwohl- und Postwachstumsökonomie. Beides, Potentiale für eine Ökologisierung von Marktwirtschaft als auch Ideen für nachhaltiges Wirtschaften jenseits kapitalistisch-marktwirtschaftlicher Produkationsformen sind Thema in diesem Track.

  • Was sind die dringendsten ökologischen Probleme und welche Hebel zu ihrer Bewältigung gibt es?
  • Wie kann die Macht transnationaler Konzerne gebändigt und diese Prinzipien von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit unterworfen werden?
  • Welche Potential gehen mit alternativen ökonomische Konzepten wie Commons oder Postwachstumsökonomie einher und wie verhalten sich diese zum bestehenden Wirtschaftssystem? Welche Ansatzpunkte und Chancen für Transformation gibt es?
  • Welche theoretischen und empirischen Forschungsansätze sind in der Lage, ökologische und ökonomische Fragen zu integrieren?