Track #7: Hegemonie & Subversion

Trackmoderation: Bernd Hüttner, Johannes Kramer

Keine Frage: In einer sozialen Welt die auf erfundenen Ordnungen basiert, kommt Deutungshoheiten besondere Bedeutung zu. Je stärker wir den Eindruck haben, in der besten aller möglichen Welten zu leben oder in eine gleichsam „natürliche“ Hierarchie eingewoben zu sein, desto weniger werden wir uns den herrschenden Bedingungen widersetzen. In diesem Track werden Hegemonien auf zwei Ebenen unter die Lupe genommen. Erstens geht es darum, verschiedene Formen und Ausdrucksmöglichkeiten von Interpretationsmacht zu analysieren: Wie entsteht diskursive Hegemonie? Ist die Erringung von Deutungshoheit ein planbares Unterfangen? Wer sind AkteurInnen? Wie manifestiert sich Diskursmacht im zwischenmenschlichen, im medialen, aber auch etwa im öffentlichen Raum? Welche institutionellen Voraussetzungen haben hegemoniale Diskurse, welche Rolle kommt speziell der Wissenschaft zu? Auf einer zweiten Ebene widmet sich der Track Hegemonien unter dem Gesichtspunkt ihrer Überwindung. Gesellschaftlicher Wandel war offensichtlich immer erst möglich, wenn zuvor bestehende Paradimen ins Wanken geraten waren. Geschieht dies aber aus einer inneren Schwäche, oder durch Subversion von außen? Falls Was waren im letzteren Fall die Voraussetzungen einer geglückten Eroberung der Diskurshoheit? Erwünscht ist eine möglichst breite Erörterung dieser Fragen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen und Disziplinen, Einreichungen mit politik-, kommunikations- und geschichtswissenschaftlichen Ansätzen sind ebenso willkommen wie solche aus Philosophie, Sprachwissenschaft oder Ökonomie.