Momentum14

Momentum14 – Ein Résumé

Jedes Jahr im Herbst, wenn sich die Blätter langsam bunt färben, blüht Hallstatt noch einmal auf: Mittlerweile zum siebten Mal fand dieses Jahr der Momentum-Kongress statt. Im Jahr 2014 zum Generalthema “Emanzipation”.

An vier Kongresstagen diskutierten rund 250 TeilnehmerInnen in zehn verschiedenen Tracks über sozialen Fortschritt und die Frage, wie  eine progressive Gesellschaft erreicht werden kann. Besonders freut uns als OrganisatorInnen, dass wieder sehr viele junge Menschen an Momentum teilgenommen haben.

 

Das Streben nach Freiheit

Beim Kongressauftakt plädiert Barbara Blaha vor 250 TeilnehmerInnen dafür, sich aktiv für Emanzipation einzusetzen.

Kongresspräsidentin Barbara Blaha stellt in ihrer Eröffnungsrede bei Momentum14 die unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs „Emanzipation“ in den Vordergrund. Meist wird „Emanzipation“ vor allem mit dem Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen in Verbindung gebracht.

Aber das Kongressmotto greift viel weiter. Barbara Blaha stellt klar, dass Emanzipation das Eintreten für die Beseitigung vielfältigster Diskriminierungen umschreibt; sei es aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe oder der religiösen Zugehörigkeit. Sich für Emanzipation einzusetzen, heißt sich auf allen Ebenen für gleiche Rechte und Entfaltungsmöglichkeiten stark zu machen. „Emanzipation ist das Streben nach Freiheit durch Gleichheit“, erklärt die Kongressleiterin.

Sie wirft auch die Frage auf, wovon wir uns emanzipieren sollen. Blaha antwortet klar: als erstes von unseren Träumen. Denn jede Gesellschaftsordnung basiert darauf, dass eine kritische Masse von Menschen sie akzeptiert. Sie plädiert dafür, im eigenen Köpfen anzusetzen, um die Welt zu verändern. Es geht um eine kritische Reflexion des eigenen Platzes in dieser Realität. Die größtmögliche Freiheit wird erreicht, wenn andere im Kampf gegen Benachteiligungen unterstützt werden. „Mehr Gleichheit nützt der ganzen Gesellschaft.“

Abschließend betont Blaha, dass Emanzipation auch immer mit Mut verbunden ist – dem Mut, gewonnenes Wissen anderen zugänglich zu machen und es aktiv zur Diskussion zu stellen. Emanzipative Wissenschaft verlangt das angestammte Territorium zu verlassen und den Schritt von der Theorie in die Praxis zu machen. Blaha will diesem Mut auf dem Kongress Raum geben: „Kritische Wissenschaft zu betreiben, bedingt die Bereitschaft, Brücken ins Politische zu schlagen.“

Zur Rede: Momentum14: Eröffnungsrede Barbara Blaha