Track #6: Gleichheit fordern!

Trackleitung: Kommunikationswissenschafter Hans-Jürgen Arlt (www.kommunikation-und-arbeit.de), Politikwissenschafter Alex Demirovic und Publizist Robert Misik (www.misik.at)

Begründungen für die vermeintliche Notwendigkeit von Ungleichheit gibt es viele. Sei es die unterschiedliche Leistungsfähigkeit, angeblich „natürliche“ biologische Unterschiede oder der jeweilige soziale und kulturelle Hintergrund, das Ergebnis ist stets das gleiche: Wer für die Gleichheit aller Menschen eintritt ist ein Tor, der aus dem „realistischen“ Diskurs der „Mächtigen“ ausgeschlossen ist. Der Aspekt der Gleichheit wird folglich im politischen Diskurs oft nicht artikuliert – eine Tendenz, die Widerspruch geradezu herausfordert.

Dieser Track ist beides, Premiere und Experiment. Er versteht sich als Werkstatt einer politischen Kommunikation, in der anhand konkreter Fallbeispiele Möglichkeiten diskutiert und entwickelt werden, ohne formelle Macht egalitären Ansätzen zum Durchbruch zu verhelfen. Wie können Kampagnen, verstanden als planvolle Serien von Kommunikationsereignisssen, aussehen, wenn sie fortschrittliche Zielsetzungen verfolgen? Dabei spielt die Größe des Ziels keine Rolle, ob es um die Durchsetzung besserer Löhne, die Verteidigung des Wohlfahrtstaates oder kommunikative Strategien gegen rechte Hetze geht: Funktionieren muss es.