Programm

Über 250 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Politik, NGOs und interessierter Öffentlichkeit kommen von 21. – 24. Oktober 2010 im Weltkulturerbeort Hallstatt zusammen, um Alternativkonzepte zur herrschenden Praxis kritisch zu diskutieren und auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Das Leitthema, zu dem in den Tracks und abendlichen Plenarveranstaltungen im Rahmen von „Momentum10“ nachgedacht wird, ist Solidarität.

Eröffnung: „Solidarität und wirtschaftliche Vernunft – nicht Gegensatz sondern Notwendigkeit“

Heiner Flassbeck eröffnet Momentum10 mit einer Keynote unter dem Titel  „Solidarität und wirtschaftliche Vernunft – nicht Gegensatz sondern Notwendigkeit“. Heiner Flassbeck, geboren 1950, Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes, 1980 bis 1986 Arbeit im Bundesministerium für Wirtschaft in Bonn, 1998 bis 1999 Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen (unter Lafontaine). Seit 2002 ist Heiner Flassbeck Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf. Zuvor leitete er die Konjunkturabteilung des angesehenen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. An Büchern zuletzt erschienen sind „Das Ende der Massenarbeitslosigkeit“ und „Gescheitert. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert“. Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 21. Oktober 2010 ab 18. 00 Uhr im Kongresshaus statt.

Podiumsdiskussion: „Solidarisch aus der Krise“

Ein hochkarätiges Podium – bestehend aus Birgit Mahnkopf (Politikwissenschafterin), Engelbert Stockhammer (Ökonom) und Gabriele Michalitsch (Politikwissenschafterin) –  diskutiert die Auswirkungen der Krise: Welche Bedrohungen oder auch Potentiale stehen uns angesichts der Budgetkonsolidierung bevor? Zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Mitteln ist eine Budgetkonsolidierung sinnvoll? Welche Folgen haben die eingeschlagenen Wege für die wirtschaftliche Erholung  Was sind mögliche Alternativen und solidarische „Lösungen“ aus der Krise, worin liegen Ableitungen für NGOS, Zivilgesellschaft und Parteien der demokratischen Linken? Die Diskussion findet am Freitag, den 22. Oktober 2010 von 19.00 bis 21.00 Uhr unter der Leitung von Rosa Lyon (ZIB 2, ORF Wirtschaftsredaktion) statt. Veranstaltungsort ist der Plenarsaal des Kongresshauses.

Lesung: „Anleitung zur Weltverbesserung: Das machen wir doch mit links“

Am letzten Kongressabend liest Robert Misik, Träger des Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch und des Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik, aus seinem neuen Buch „Anleitung zur Weltverbesserung: Das machen wir doch mit links“, das Anfang Oktober 2010 im Aufbau-Verlag erscheint. Im Buch präsentiert er Vorschläge für eine Gesellschaft, die sich nicht länger den realitätsfernen Modellen der Mainstream-Ökonomie beugt, sondern Ungleichheiten bekämpft. Informationen von und über Robert Misik, der unter www.derstandard.at auch einen wöchentlichen Videoblog betreibt und schon eine Reihe lesenswerter Bücher wie „Genial dagegen – Kritisches Denken von Marx bis Michael Moore“ und „Politik der Paranoia – Gegen die neuen Konservativen“ veröffentlicht hat, finden sich unter www.misik.at. Die Lesung und Buchpräsentation findet am letzten Kongressabend, Samstag, den 23. Oktober 2010 von 19.00 – 21.00 Uhr im Rudolfsturm (Hallstätter Hochtal/Salzwelten) statt.

Abschlussgespräch: „Kritische Wissensproduktion für ein alternatives Projekt – Momentum und ISM im Gespräch“

Das Bedürfnis nach kritischen Diskurs abseits von Parteistrukturen ist groß. Das zeigen Projekte wie das seit 2008 bestehende und heuer bereits zum dritten Mal stattfindende Momentum sowie auch das im Jänner 2010 u.a. von Andrea Ypsilanti (von 2003 bis 2009 Vorsitzende des hessischen SPD-Landesverbandes und von 2007 bis 2009 Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag) gegründete „Institut für Solidarische Moderne“ (ISM) in der Bundesrepublik Deutschland. Was sind die Ziele von Momentum und ISM? Wie lässt sich die Diskussion um Alternativen abseits neoliberaler Hegemonie verbinden und sich gemeinsam für ein gesellschaftliches Reformprojekt einsetzen? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Das Abschlussgespräch mit Andrea Ypsilanti und Barbara Blaha findet am Sonntag, den 24. Oktober 2010 ab 10.30 Uhr im Kongresshaus statt.

Ablauf Momentum10

Donnerstag, 21.10.10 14:00-18:00: Anreise und Check-In ab 17:00: Einlass ins Kongresshaus, Möglichkeit zum Getränkekauf ab 18:00: Eröffnung von „Momentum10: Solidarität“ Begrüßung durch Josef Weidenholzer (Wissenschaftl. Leiter) Rede von Barbara Blaha (Kongressleiterin) Keynote von Heiner Flassbeck (Chefökonom der UNCTAD) anschließend Diskussion der Referate ab 20:30: Buffet und Jazz im Kongresshaus Freitag, 22.10.109:00-12:00: Track-Session #1 14:00-18:00: Track-Session #2 19:00-21:00: “Solidarisch aus der Krise” – Podiumsdiskussion mit Birgit Mahnkopf (Politikwissenschafterin), Gabriele Michalitsch (WU Wien) und Engelbert Stockhammer (Ökonom) ab 21:00: Buffet und Jazz im Kongresshaus Samstag, 23.10.10 9:00-12:00: Track-Session #1 14:00-18:00: Track-Session #2 19:00-20:30: “Das schaffen wir mit links“ – Lesung Robert Misik ab 20:30: Buffet und Jazz, anschließend Abschlussparty (open end) Sonntag, 24.10.109:00-12:00: Offenes Frühstück im Kongresshaus 10:30-12:00: „Kritische Wissensproduktion für ein alternatives Projekt – Momentum und ISM im Gespräch“ – Abschlussgespräch mit Barbara Blaha, Alex Demirovic und Leonhard Dobusch 11:30: Ausblick, Schlussworte und Verabschiedung ab 12:00: Abreise