Riegler Thomas: Kino der Solidarität – der radikale Filmemacher Peter Watkins und „La Commune“

25. Okt 2010

Abstract Momentum 10 Track 8 „Hegemonie in der Mediengesellschaft”

„Kino der Solidarität: Der radikale Filmemacher Peter Watkins und „La Commune“”

Dieser Beitrag behandelt das Werk des 1935 geborenen britischen Regisseur Peter Watkins mit besonderem Augenmerk auf seinen letzten Film La Commune (1999). Watkins Schaffen verbindet die Konventionen des Underground- und Alternativkinos mit jenen des Third Cinema, aber auch mit dem klassischen kommerziellen Kino. Seine Filme thematisieren oft schon in ihrem Produktionsprozess eine bestimmte Form von Gemeinschaft und Solidarität. Dies dient als Ausdruck eines kollektiven Engagements, das in den emanzipatorischen Dynamiken der Sechzigerjahre seinen Ursprung nimmt, und oft die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen Medien, Kultur und Politik vorwegnimmt. Sein letzter Film La Commune, in dem Laien-Darsteller ihr jeweils eigenes historisches „Script“ entwickeln und vor laufender Kamera kollektive Diskussionen über aktuelle politische Themen abhalten, entspricht genau dieser Konzeption.

Im Rahmen dieses Beitrags wird der einzigartigen Ästhetik und den radikalen Vermittlungsstrategien von Peter Watkins Kino nachgegangen – im Zentrum steht dabei der Film La Commune und die Fragen, wie darin solidarisches Handeln dargestellt/ästhetisch vermittelt wird.

Thomas Riegler

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AutorIn Momentum 2011-03-08 21:26:36