Beiträge über 'Parteidemokratie'

The Call for Paper below, dealing with the co-constitution of political parties and democracy, is available in German only. Submissions are possible in both English and German.
Special Issue: Die Ko-Konstitution von Parteien und Demokratie – Zur Analyse einer vernachlässigten Wechselbeziehung 
Guest Editors: Laura Dobusch,[1] Katharina Kreissl,[2] und Jasmin Siri[3]

Gerade in einer Zeit, in der der Ruf nach mehr direkter Demokratie als Reaktion auf das wachsende Machtgefälle zwischen Politik und Wirtschaft immer lauter wird, scheint ein Blick auf Parteien als Scharniere zwischen repräsentativer Demokratie und den Bürger_innen einer Gesellschaft besonders lohnenswert. Die Etablierung neuer Mitbestimmungsformen (z.B. Liquid Democracy), anhaltendes zivilgesellschaftliches Engagement sowie ein zunehmendes Desinteresse an Parteienpolitik deuten auf einen Diskurs hin, in dem die Legitimation etablierter Parteien und ihrer Politiker_innen (wieder einmal) als brüchig beschrieben wird. In den Sozialwissenschaften wurden zwar unter dem Sammelbegriff ‚Ökonomisierung des Sozialen’ die Infusion marktwirtschaftlicher Prinzipien in Politik, Bildung, Gesundheit und andere Gesellschaftsbereiche bis hin zu ihrem Einfluss auf legitime Subjektentwürfe untersucht, die Beschäftigung mit Parteien findet allerdings, vor allem jenseits der politikwissenschaftlichen Parteienforschung, nur als Nischenthema statt. Durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise erhält eine umfassende Analyse der Vormachtstellung ökonomistischer Regulierungspraktiken eine neue Brisanz: ihre ‚Bändigung’ wird zum Lackmustest für die Funktionstüchtigkeit der repräsentativen Demokratien, in der Parteien noch immer maßgeblich Personal- und Entscheidungspotenziale bereitstellen.

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