Beiträge über 'Demokratieforschung'

In der Serie Blogempfehlung stellen wir in unregelmäßigen Abständen andere Blogs mit Wissenschaftsbezug vor, die für die Momentum-Community von Interesse sein könnten. Dieses Mal: Democracy & Democratization

Democracy & Democratization ist der Blog der Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung – kurz WZB. Das WZB ist ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut und Mitglied der Leibniz Gemeinschaft, das sich die problemorientierte Grundlagenforschung als Leitbild gesetzt hat. In der Abteilung arbeiten über 20 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt, die zu einer Vielzahl von Themen zur Theorie und Praxis von Demokratien  arbeiten. Die Forschungsthemen reichen von der Demokratisierungs- und Transformationsforschung über Institutionen-, Wahl-, Parteien- und Verbändeforschung bis zu Politikfeldanalysen. Gegenwärtig arbeitet die Abteilung an einem gemeinsamen empirischen Forschungsprojekt zu der Frage, ob die entwickelten Demokratien des Westens in einer Krise stecken oder dies weitgehend eine Erfindung von kritischen Demokratietheoretikern ist.

Die Abteilung berichtet auf diesem Blog in mehr »

An der Humboldt Universität Berlin wird von 4.-5. Oktober 2013 ein internationaler Workshop zum Thema Entscheidungsfindung mittels Konsens in politischen Arenen stattfinden. Auszug aus dem Call for Papers (PDF):
While this consensus‘ mode is prevalent in small social entities like families, there is also ample evidence of its usage in a variety of essentially political arenas: in parliamentary steering bodies, expert committees and arenas of intergovernmental cooperation such as the European Council, UN committees, or Councils of Ministers in federal states, the consensus procedure is applied to arrive at joint decisions. Yet, it is often overlooked in research: Little is known about its usage and functionality both in theoretical and empirical terms. Also, the consensus mode is often taken for unanimity as it is generally applied informally. However, while it tends to replace formal decision modes, the formal voting procedure can cast a long shadow
Einreichung von Abstracts mit ca. 300 mehr »

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Bürgerhaushalte – Massendemonstrationen – Volksabstimmungen – wilde Streiks – neue soziale Medien – Wutbürger – Bürgerbegehren – … . Die direkte Beteiligung der BürgerInnen an der Demokratie rückt in der öffentlichen Diskussion, aber auch im Bewusstsein der Politikwissenschaft immer stärker in den Vordergrund. Für die input-­‐ Seite des politischen Systems sind in den letzten Jahren Veränderungen aus unterschiedlicher Perspektive festzustellen. Das betrifft a) die demokratietheoretische Reflexion über das, was BürgerInnen in einer Demokratie an Beteiligung zustehen sollte bzw. was sie dabei zu leisten haben; b) häufig damit (zu) wenig verbunden die Forderung aus der öffentlichen Debatte nach mehr Beteiligungsmöglichkeiten; und c) die Analyse der zunehmenden Beteiligungsformen, ihrer Ursachen, ihrer Ergebnisse und deren tiefergehenden Auswirkungen für Gesellschaft und Demokratie.

Dabei ist die Partizipationsforschung beileibe kein neues Feld. Schon Barnes/Kaase (1979) erforschten in den 70er Jahren die damaligen Wellen des Protests und der politischen Beteiligung und unterschieden dabei zwischen konventionellen und unkonventionellen Partizipationsformen. Die typologische Einteilung unterschiedlicher Partizipationsformen ist seither ein breites Feld politikwissenschaftlicher Auseinandersetzung.

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The Department of Politics at The New School for Social Research is sponsoring a graduate student conference interrogating the concept, history, practices and implications of radical democracy. We strive to assess its legacy from ancient to contemporary radical democratic theory, as well as explore the work of theorists such as Abensour, Arendt, Badiou, Castoriadis, Laclau, Mouffe, Negri, Rancière, and Wolin. We invite you to submit abstracts on any theme pertaining to the history, meaning, development, application, or critique of the concept of radical democracy; we also encourage discussions about methodology and the study of radical democratic movements.

For individual paper proposals, please submit a one-page abstract (max. 300 words) that includes institutional affiliation, academic level and contact information. Complete panel proposals with up to four papers are strongly encouraged. Please submit your paper or panel abstracts by January 15, 2013 to radicaldemocracy@newschool.edu. You will receive a notification of our decision by January 25, 2013. Full conference papers are due by February 25, 2013.
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In der Serie Blogempfehlung stellen wir in unregelmäßigen Abständen andere Blogs mit Wissenschaftsbezug vor, die für die Momentum-Community von Interesse sein könnten. Dieses Mal: Der Blog des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. 

Das einzige, was dem Blog des Göttinger Instituts für Demokratieforschung noch fehlt, ist ein eigener Name mit entsprechender URL. Denn derzeit ist das Blog einfach in die Homepage des Instituts integriert, was zu einer unansehnlichen URL führt. Abgesehen von diesen ästhetischen Defiziten bietet das Göttinger Blog aber eine enorme Menge an Inhalten rund um politikwissenschaftliche Demokratieforschung. Als offizielles Blog des von Franz Walter geleiteten Instituts, tummeln sich dort vor allem die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beiträgen in Kategorien wie [präsentiert], [zugehört], [nachgefragt], [kommentiert], [analysiert] oder [debattiert]. Immer wieder beschäftigen sich auch mehrere Einträge in Form einer Serie mit einem Thema, jüngst u.a. zum Thema Wahlen in den USA (z.B. mit einem Kommentar über den famosen Nate Silver) oder zu 30 Jahre Kohl.

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Wie das von uns empfohlene theorieblog berichtet, veranstaltet das Institut für Wissenschaft und Kunst der Universität Wien vom 23. bis zum 25.11. 2012 im Depot eine Tagung zu Postdemokratie und der Verleugnung des Politischen (vgl. Programm-PDF). Mit dabei ist auch die Mitherausgeberin von Momentum Quarterly, Stefanie Wöhl, mit einem Beitrag zur „Krise der repräsentativen Demokratie in der Europäischen Union“. Im Konzept der Tagung werden die adressierten Fragen wie folgt aufgelistet:
Welche unterschiedlichen Zugänge gibt es zu dieser Diagnose? Was bedeutet diese Diagnose, wie weit trägt sie und wie weit macht sie Sinn? Was bringt sie zum Vorschein, was übergeht sie? Handelt es sich um einen neuen Verfallsdiskurs oder muss die Diagnose differenziert werden? Was war vor der »Postdemokratie« – »Demokratien« oder eher »liberale Oligarchien« (Arendt, Castoriadis)? Wie lässt sie sich auf einzelne Felder beziehen (Alltag, Mikropolitik)? Und falls die Diagnose trägt: Mit welchen Formen sozialer Exklusion mehr »

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The Call for Paper below, dealing with the co-constitution of political parties and democracy, is available in German only. Submissions are possible in both English and German.
Special Issue: Die Ko-Konstitution von Parteien und Demokratie – Zur Analyse einer vernachlässigten Wechselbeziehung 
Guest Editors: Laura Dobusch,[1] Katharina Kreissl,[2] und Jasmin Siri[3]

Gerade in einer Zeit, in der der Ruf nach mehr direkter Demokratie als Reaktion auf das wachsende Machtgefälle zwischen Politik und Wirtschaft immer lauter wird, scheint ein Blick auf Parteien als Scharniere zwischen repräsentativer Demokratie und den Bürger_innen einer Gesellschaft besonders lohnenswert. Die Etablierung neuer Mitbestimmungsformen (z.B. Liquid Democracy), anhaltendes zivilgesellschaftliches Engagement sowie ein zunehmendes Desinteresse an Parteienpolitik deuten auf einen Diskurs hin, in dem die Legitimation etablierter Parteien und ihrer Politiker_innen (wieder einmal) als brüchig beschrieben wird. In den Sozialwissenschaften wurden zwar unter dem Sammelbegriff ‚Ökonomisierung des Sozialen’ die Infusion marktwirtschaftlicher Prinzipien in Politik, Bildung, Gesundheit und andere Gesellschaftsbereiche bis hin zu ihrem Einfluss auf legitime Subjektentwürfe untersucht, die Beschäftigung mit Parteien findet allerdings, vor allem jenseits der politikwissenschaftlichen Parteienforschung, nur als Nischenthema statt. Durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise erhält eine umfassende Analyse der Vormachtstellung ökonomistischer Regulierungspraktiken eine neue Brisanz: ihre ‚Bändigung’ wird zum Lackmustest für die Funktionstüchtigkeit der repräsentativen Demokratien, in der Parteien noch immer maßgeblich Personal- und Entscheidungspotenziale bereitstellen.

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