Die Wirtschaftsuniversität Wien schreibt eine geförderte post-doc Stelle am Institut für Strategie, Technologie und Organisation (Professor Christop Lettl) aus. Die Stelle soll im September angetreten werden und alle Interessierten werden eingeladen sich zu bewerben. Mehr Informationen finden sich im Call und auf der Website des Instituts.

fgw LogoNRW-Dialogforum 2017, die Jahrestagung des FGW, findet vom 23. – 24. November unter dem Motto „Gesellschaftliche Weiterentwicklung in Zeiten der Partikularisierung“ in Düsseldorf statt. Wir möchten unsere innovativen Track-Formate, in denen unter Einbeziehung der Teilnehmenden ein echter Gedankenaustausch stattfinden soll, noch attraktiver gestalten. Daher schreiben wir dieses Jahr die Trackleitung der fünf Tracks aus (Call als pdf). Interessierte können sich bis zum 31. März für die Leitung der Tracks bewerben und dabei eigene Themen vorschlagen. (Aufwandsentschädigung: 1.000 EUR)

Einreichungsfrist: 31. März 2017, 22.00 Uhr

Logo-Rothschild-PreisDas Karl-Renner-Institut und der SPÖ-Parlamentsklub schreiben 2017 zum zweiten Mal den Kurt Rothschild Preis für Wirtschaftspublizistik aus. Gesucht wird dabei gezielt nach Arbeiten jenseits „der volkswirtschaftlichen Standardtheorie“. Aus dem Call (PDF-Version):

Der Preis wird in Erinnerung an die großen Leistungen des österreichischen Ökonomen, der mit seinem Wirken Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Österreich nachhaltig geprägt hat, vergeben. Insbesondere seine Zeit im Exil – als Sozialist jüdischer Herkunft musste Rothschild nach dem Einmarsch Hitlers aus Österreich fliehen – hat dazu beigetragen, dass Kurt Rothschild immer einen sozialen Anspruch an die als Wissenschaft betriebene Ökonomie gestellt hat.

[…]

Der Preis prämiert Beiträge von Wirtschafts- und Sozialwissenschafter_innen, die in exemplarischer Weise versuchen, neue Antworten auf die großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit im Geiste Kurt Rothschilds – jenseits der volkswirtschaftlichen Standardtheorie oder des makroökonomischen Mainstreams – zu geben.

Der Preis ist insgesamt mit EUR 10.000,– dotiert, kann aber von der Jury geteilt werden. Einsendeschluss ist Freitag, 28. April 2017. Die Einreichungen sollen nicht mehr als 12 Monate vor dem Einsendeschluss publiziert worden sein. Es gilt das Datum des Poststempels bzw. das Eingangsdatum der E-Mail. Weitere Informationen liefert kurt-rothschild-preis.at.

FKO-header

Von 5.-6. Oktober 2017 findet an der Universität Duisburg-Essen der 5. Workshop zu „Kritischer Organisationsforschung“ statt, dieses Jahr unter dem Titel „Ästhetik und Organisation – Inszenierung und Ästhetisierung von Organisation, Arbeit und Management“. Aus dem Call for Proposals (PDF):

Der fünfte Workshop des Forums „Kritische Organisationsforschung“ widmet sich der Ästhetisierung des Ökonomischen und der Ökonomisierung des Ästhetischen, möchte dabei jedoch einen besonderen Fokus auf die Ästhetisierung und Inszenierung von Organisation, Arbeit und Management legen. […] Die folgenden Felder lassen sich als erste Orientierung für mögliche Einreichungen von Beitragsvorschlägen verstehen, andere Perspektiven sind dabei selbstverständlich willkommen:

  • Ästhetischer Kapitalismus“? Denkbar sind Arbeiten, welche nach dem Stellenwert und der Reichweite der Diagnose eines „ästhetischen Kapitalismus“ fragen. Welche Phänomene geraten in den Blick, was wird, etwa bezogen auf organisationale Praktiken im globalen Maßstab, ausgeblendet? Wie ist das Verhältnis von Rationalisierung und Ästhetisierung in historischer Perspektive zu denken?
  • Ästhetisierung und Inszenierung von Organisation: Wie werden Organisationen im Sinne einer ‚ästhetischen Kohärenz‘ hervorgebracht? Welche Rolle spielen Artefakte, Achitektur, Raum, Sprache, Events etc. bei der Inszenierung von Organisationen? Wo zeigen sich Brüche oder auch das Scheitern von ‚Kohärenz‘? In welchem Verhältnis steht dabei die Inszenierung von Organisation zum Bereich des Nicht-Sichtbaren oder -Sagbaren, etwa im Sinne einer machtvollen ‚Aufteilung des Sinnlichen‘ (Rancière 2006)?
  • Ästhetische Arbeit und Ästhetisierung von Arbeit: Unter anderem im Anschluss an die Arbeiten zur ‚aesthetic labour‘ (Tyler und Taylor 1998, Hancock und Tyler 2000, Warhurst et al. 2000, Witz et al. 2003) rücken hierbei Phänomene wie äußeres Erscheinungsbild, körperliches Auftreten und Sprache bis hin zur Diskriminierung i.S. eines „lookism“ in den Fokus. Beschäftigte werden zu ästhetischen Stellvertretern des Unternehmens. Zugleich stellen sich Fragen nach dem Verhältnis von ‚Frontstage‘ und ‚Backstage‘, Gender und Organisation sowie der Kontrolle und Subsumtion von Arbeit.
  • Gibt es eine ‚ästhetische Theorie der Organisation‘ und was wären deren Implikationen? Anschlüsse sind hier sowohl in rein konzeptioneller Hinsicht (z.B. die Organisation als performativer Akt) als auch in (organisations)analytischer Perspektive (bspw. aus den Methoden der Theaterwissenschaft) denkbar. Als weitere Perspektive wären hier ebenso die phänomenologischen Folgen eines entsprechenden Zugriffs auf Organisationen, ihre Umwelt und die Individuen in ihnen von Interesse.
  • Ästhetik und Ästhetisierung von Kritik, Widerstand und Subversion: In historischer Perspektive erweist sich der Rekurs auf Ästhetik, etwa in Form der ‚Künstlerkritik‘ (Boltanski/Chiapello 2006) auch immer als eine Perspektive des Widerstands gegenüber den Anrufungen des Marktes und der Rationalisierung, etwa als Anspruch auf Kreativität und Authentizität und als Hinweisen auf gesellschaftliche Kontingenz. Insofern eine zunehmende „Verzahnung und strukturelle Stützung von Ästhetisierungs- und Rationalisierungsprozessen“ (Reckwitz 2015: 49) diagnostiziert wird, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert und den Möglichkeiten ästhetischer Kritik und der Ästhetisierung von Widerstand neu, so etwa auch in den Bereichen alternativer Ökonomien und sozialer Bewegungen.

Die Einreichung von Abstracts (mit 2000 – 3000 Wörtern) per E-Mail an ronaldhartz@gmx.de ist bis zum 31.05.2017 möglich. Eine Rückmeldung über eine Annahme der Beiträge erfolgt bis Ende Juni.

Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Fachbereichs (Instituts) für Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik wurde der Preis 2012 erstmals vergeben und wird 2017 zum sechsten Mal ausgeschrieben (PDF des deutschen Calls/PDF des englischen Calls).

Egon Matzner (1938–2003) war von 1972 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998 Professor am Institut für Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik der Technischen Universität Wien. Querdenker, immer offen für neue Themen in der Ökonomie, Wissenschafter vor allem in den Bereichen Soziökonomie, Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik, politisch engagiert und kritisch begleitend – so haben viele Egon Matzner in Erinnerung. Matzner war aber auch prägend für Generationen von Planer/inne/n und Wissenschafter/inne/n, denn er hat immer junge Wissenschafter/innen in vieler Hinsicht gefördert und unterstützt.

Der Egon-Matzner-Preis für Sozioökonomie wird an junge Wissenschafter/innen (bis 35 Jahre) für wissenschaftliche Publikationen (begutachtete Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften oder Monographien in anerkannten wissenschaftlichen Verlagen) und hervorragende akademische Abschlussarbeiten (Diplomarbeiten, Dissertationen) vergeben. Insbesondere werden Arbeiten in folgenden Themenbereichen gefördert:

  • Sozioökonomie, heterodoxe Ökonomik
  • Evolutionäre Ökonomik
  • Institutionelle Ökonomik
  • Finanzwissenschaft und fiskalischer Föderalismus
  • Infrastrukturökonomie und -politik

Im Besonderen können Arbeiten ausgezeichnet werden, die

  • praktische und empirische Probleme in den oben genannten Bereichen auf Basis einer starken theoretischen Fundierung behandeln,
  • Grenzen von Denkschulen und Paradigmen überschreiten und/oder
  • interdisziplinäre Perspektiven aufzeigen.

Der Abschluss der Arbeit bzw. die Publikation sollte in den Zeitraum 2015 bis 2017 fallen. Der Preis ist mit 1.000 EUR dotiert, kann auch geteilt werden, und wird aus Eigenmitteln des Fachbereichs bestritten. Einreichungen können sowohl in deutscher als auch englischer Sprache verfasst sein. Die Vergabeentscheidung erfolgt durch eine prominent besetzte Fachjury, der Preis wird im Rahmen der jährlichen Jahrestagung des Fachbereichs (08. Juni 2017 in Wien) überreicht. Die/der Preisträger/in wird gebeten, im Rahmen der Jahrestagung einen kurzen Vortrag über die ausgezeichnete Arbeit zu halten.

Es wird um Einreichung der publizierten Arbeit oder der Abschlussarbeit (inklusive Begutachtung), zusammen mit einem Lebenslauf der Autorin / des Autors, in elektronischer Form an EMP@ifip.tuwien.ac.at; bei Fragen steht Univ.-Prof. Dr. Michael Getzner zur Verfügung, Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien (michael.getzner@tuwien.ac.at).

Einreichschluss ist der 15. März 2017. Die Juryentscheidung wird bis Ende April 2017 bekannt gegeben.

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Stefan Oppl
Der Einsatz von Arbeitsbeeinflussungssystemen zur Steuerung und Kontrolle von Arbeitsprozessen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Dies geht einher mit einer Organisationssicht, die die sozialen und kognitiven Fähigkeiten und Bedürfnisse der Arbeitenden nicht berücksichtigt. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der soziotechnischen Arbeitsunterstützung ermöglichen die Einbindung der Arbeitenden in der Gestaltung von Arbeitsprozessen. Eine selbstermächtigende Gestaltung von Arbeitsprozessen unter Einsatz dieser Hilfsmittel ist aber nur möglich, wenn Arbeitende die zugrunde liegenden Repräsentationen verstehen, selbstständig manipulieren und deren Implikationen abschätzen können. Der vorliegende Artikel führt ein Gestaltungsmuster für Methoden zur Bildung dieses Verständnisses ein, die auf der kollaborativen Abstimmung mentaler Modelle mittels konzeptueller Modelle basiert. Anhand einer konkreten Umsetzung dieses Gestaltungsmusters und einer umfassenden praktischen Erprobung im Berufsbildungskontext wird gezeigt, dass die grundlegenden Gestaltungsziele erreicht werden konnten.
 

Schlagworte: Kollaborative Arbeitsmodellierung; Abstimmung mentaler Modelle; Selbstermächtigung von Arbeitenden; Bildung von Fähigkeiten zur Prozessmodellierung
Felix Ekardt
Freunde und Gegner verbinden ökonomische Umweltpolitikinstrumente mit bestimmten Grundansichten der neoklassischen Ökonomik, die die einen dann begrüßen und die anderen kritisieren. Dieser Beitrag möchte zeigen, dass ökonomische Instrumente auch (oder gerade) dann der wirksamste Politikansatz der Transformation zur Nachhaltigkeit sind und bleiben, wenn man jene Grundannahmen für falsch hält. Dies betrifft im Kern sechs Punkte: (1) das Verhältnis zu technischen Strategien und Suffizienzstrategien; (2) das Verhältnis zur Wachstumsgesellschaft; (3) das Verhältnis zur Kosten-Nutzen-Analyse; (4) die Überschätzung der Kosteneffizienz und die Unterschätzung des Lösungspotenzials für zentrale Steuerungsprobleme; (5) die nicht weiterführende Diskussion um den Homo oeconomicus; (6) die Eignung ökonomischer Instrumente zur parallelen Lösung verschiedener Umweltprobleme.

 

Schlagworte: ökonomische Instrumente; ökonomische Bewertung; Kosten-Nutzen-Analyse; Nachhaltigkeit; Klimaschutz
Janosik Herder
In den vergangenen Jahren wurden klassische Theorien über Migration vom Ansatz der Autonomie der Migration grundlegend herausgefordert. In diesem Aufsatz möchte ich zeigen, dass dieser Ansatz der Autonomie der Migration ein uneindeutiges Verständnis von Autonomie nutzt. Diese Uneindeutigkeit führt zu zwei unterschiedlichen Vorstellungen von Autonomie im Bezug auf Migration. Für die erste Version ist Migration eine absolut autonome Kraft, die zwar Gegenstand von Kontrolle ist, aber unabhängig vom politischen und ökonomischen Kontext existiert. Für die zweite Version ist Migration relational und steht in einem vagen Verhältnis zu ihrem Kontext. Ich untersuche diese Uneindeutigkeit, indem ich die Idee der Autonomie mit Bezug auf Gilles Deleuzes Konzepte von Virtualität und Aktualität reflektiere. Deleuzes Vorstellung von Autonomie ist auf den ersten Blick wenig intuitiv – das grundlegende Argument meines Aufsatzes ist allerdings, dass diese Vorstellung ernst genommen werden sollte, um den Ansatz der Autonomie der Migration weiterzudenken. Autonomie nach Deleuze, so möchte ich schließlich zeigen, muss als eine Form der Wiederholung verstanden werden.

 

Schlagworte: Migration; Autonomie; Deleuze; Wiederholung; Virtualität
Aram Ziai
Gayatri Spivak zufolge ist das Problem subalterner Artikulation, dass den Subalternen 1. die Fähigkeit und 2. die Möglichkeit fehlt, ihre Interessen zu vertreten, sowie dass 3. ihre Artikulationen nicht „gehört werden’, d,h, keine politischen Konsequenzen haben. Seit seiner Etablierung 1994 dient das Inspection Panel der Weltbank als Rechenschaftsmechanismus in dieser internationalen Organisation. Von Weltbankprojekten negativ betroffene Menschen haben die Möglichkeit, dort eine Klage im Hinblick auf die Verletzung sozialer und ökologischer Standards einzureichen. Während einige WissenschaftlerInnen argumentieren, dass das Panel so zu einer Demokratisierung der global economic governance geführt hat, untersucht dieser Beitrag anhand einer empirischen Fallstudie, ob und inwiefern es tatsächlich Subalternen eine effektive Stimme verleiht.

 

Schlagworte: Weltbank; Inspection Panel; Rechenschaftspflicht; postkoloniale Studien; Uganda

Das Institut für Strategie, Technologie und Organisation der WU Wien unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christopher Lettl besetzt ab März 2017 für die Dauer von 18 Monaten¹ (post-doc) bzw. 30 Monaten¹ (prae-doc) eine Stelle als Drittelmittelfinanzierte/r Projektmitarbeiter/in (40h/Woche für post-doc; 30h/Woche für prae-doc)

Zu den Aufgaben zählen:

  • Planung und Durchführung von erstklassigen, praxisrelevanten Forschungsprojekten im Themenfeld Strategie, Technologie und Organisation, insbesondere im Bereich Crowdsourcing
  • Verfassen von Förderanträgen zur Einwerbung von Drittmitteln
  • Planung und Durchführung von interaktiven Lehrformaten auf Bachelor- und Masterebene
  • Unterstützung des Institutes bei der Verwaltung von Lehr- und Forschungsaufgaben

Wir bieten:

  • Zugang zu internationalen Top-Universitäten (z.B. Harvard Business School, Massachusetts Institute of Technology, Berkeley, Bocconi, WHU) und Top-Forscher/inne/n
  • Starker Track Record des Instituts in der Forschung
  • Intensiver Forschungsdialog im Team
  • Enge Kooperation mit heimischer und internationaler Wirtschaft (z.B. A1, Kapsch, IBM, Lego) in Forschung und Lehre
  • Mitentwicklung der Institutskultur in unternehmerischer Atmosphäre auf neuem Universitätscampus gemeinsam mit jungem, dynamischen Team
  • Hohen Impact und hohes Maß an Verantwortung

Wir suchen Kandidat/inn/en mit folgenden Kenntnissen und Qualifikationen:

  • Abgeschlossenes Diplom-/Masterstudium (für prae doc) bzw. abgeschlossenes PhD/Doktoratsstudium (für post-doc) der Wirtschaftswissenschaften
  • Kenntnisse im Bereich Strategie, Technologie und Organisation
  • Kenntnisse in empirischer Sozialforschung/statistischen Methoden
  • Ausgezeichnete Präsentationsfähigkeiten
  • Erfahrung im Projektmanagement
  • Ausgezeichnete Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Leistungswille und hoher Grad an Motivation
  • Eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln

Zusätzlich für post-doc Kandidat/inn/en:

  • Publikationen in bzw. einreichfähige Manuskripte für renommierte wissenschaftliche Zeitschriften im Bereich Strategie, Technologie und
  • Organisation, vorzugsweise im Themenfeld Crowdsourcing
  • Erfahrung in der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

¹In Abhängigkeit von Anrechnungsmöglichkeiten kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen. Eine längerfristige Beschäftigung ist wünschenswert, bedarf aber einer erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln.

 

Weitere Details und Einreichung Ihrer Bewerbungsunterlagen bis 14.12.2016 unter www.wu.ac.at/karriere/arbeiten-an-der-wu/jobangebote/ 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Mag. Nadine Moser (nadine.moser@wu.ac.at).

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

 

Das Ende der Mittelschicht? Die Entwicklung der Einkommensverteilung in Österreich und Europa

Stefan Kranzinger, Judith Derndorfer

 

In letzter Zeit rückte die Entwicklung der Mittelschicht vermehrt in den Fokus der öffentlichen Debatte. Um Fragen bezüglich der Einkommensverteilung in Europa und Österreich zu beantworten, untersucht dieser Beitrag die Entwicklung von drei Einkommensschichten in 20 europäischen Ländern. Dafür wird mithilfe des EU-SILC-Datensatzes die Verteilung der verfügbaren Äquivalenzeinkommen zwischen 2004 und 2012 analysiert. Auf europäischer Ebene wird versucht zu klären, ob Länder desselben Wohlfahrtsstaatsregimes ähnliche Veränderungen in ihrer Einkommensverteilung aufweisen. Auf Länderebene wird die Lage Österreichs vertieft behandelt. Hierbei wird auf die Haushaltszusammensetzung nach Einkommensschichten und die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise eingegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich wohlfahrtsstaatliche Gemeinsamkeiten innerhalb von konservativen, liberalen und postsozialistischen Typen erkennen lassen. In Bezug auf die Mittelschicht kann gezeigt werden, dass sich diese in knapp mehr als der Hälfte der untersuchten Länder vergrößert. Nicht so in Österreich, wo es zu einem Rückgang der Mittelschicht von -4,2 % gekommen ist.

 

Schlagworte: Mittelschicht; Einkommensverteilung; Österreich; EU-SILC
Rainer Land

 

Die Diskussion um Auswege aus der ökologischen Krise lässt sich drei Grundrichtungen zuordnen: a) Umbau unter Dominanz wirtschaftlicher Ziele, b) Postwachstum: Reduzierung bzw. Beendigung des Wachstums und c) Green New Deal: Umbau durch einen Innovations- und Investitionsschub unter Dominanz gesellschaftlicher Zielsetzungen. Im Unterschied zum New Deal der Roosevelt-Regierung in den 1930er Jahren fehlt dem Green New Deal noch eine makroökonomische Theorie und Strategie. Fokus heute müsste der Aufbau einer grundsätzlich neuartigen metabolisch naturintegrierten Industriellen Ökologie sein, orientiert am Prinzip der Umweltkonsistenz. Zum sozialen Umbau sollte die Rückkehr zu einer teilhabeorientierten Einkommensentwicklung aller Arbeitnehmer bei gleichzeitigem umweltkompatiblen Wandel der Konsumpräferenzen und der Einkommensverwendung gehören. Zwei spezifische umweltökonomische Strategien wären wissenschaftlich auszuarbeiten: a) eine durchgängige Bewirtschaftung aller ökologischen Ressourcen (Energie, Rohstoffe, Ökosysteme, Boden, Senken). Und b) die wirtschaftliche Entwicklung der Industriellen Ökologie durch kreditfinanzierte Innovationszyklen nach Schumpeter.

 

Schlagworte: Umweltökonomie; Green New Deal; Ressourcenbewirtschaftung; Makroökonomie; Innovationszyklen

 

Susanne Reither

 

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Finanzialisierungstendenzen in Brasilien und deren Auswirkungen auf die Stabilität des Finanzsektors. Trotz der relativ stabilen makroökonomischen Rahmenbedingungen traf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise Brasilien maßgeblich. Das ist zurückzuführen auf die vorangeschrittene Finanzialisierung, die Schwankungen am internationalen Finanzmarkt und insbesondere der Wechselkurse verstärkten. Zwar wurden vonseiten der brasilianischen Regierung eine Reihe von nachfragestimulierenden und anti-zyklischen Krisenmaßnahmen umgesetzt, den Finanzialisierungsprozessen konnte damit jedoch nicht entgegengewirkt werden. Die finanzielle Expansion und die Integration des brasilianischen Finanzmarktes in den internationalen Finanzmarkt führten zu einer starken Anfälligkeit der brasilianischen Wirtschaft für die Entwicklungen des internationalen Finanzmarktes und das Investitionsverhalten der internationalen InvestorInnen. Das unterstreicht die Schwierigkeit der Wahl von effektiven finanzmarktstabilisierenden Maßnahmen angesichts der zunehmenden Finanzialisierung.

 

Schlagworte: Finanzialisierung; Finanzmarktstabilität; Peripherie; Dependenz
Christian Fuchs

 

Bei der österreichischen Bundespräsidentschaftswahl 2016 kam es zu einer Stichwahl zwischen dem grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen und dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer. Dieser Artikel fragt: Wie haben die Wähler/innen Hofers ihre Unterstützung auf Facebook ausgedrückt? Der Aufsatz präsentiert die Ergebnisse einer qualitativen Ideologieanalyse von 6755 Kommentaren, die auf den Facebookseiten von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und FPÖ-Kandidat Hofer gepostet wurden. Die Forschungsergebnisse verdeutlichen, welche politische Rolle die Führerideologie, Nationalismus, neuer Rassismus, das Freund/Feind-Schema und Militanz im Onlinebereich spielen. Rechtsextremismus 2.0 ist ein komplexes Problem, das im Kontext von heutigen Krisen und Demagogie zu betrachten ist.

 

Schlagworte: Facebook; soziale Medien; Neuer Rassismus Online; Online-Nationalismus; Rechtsextremismus Online; Österreichische Bundespräsidentschaftswahl 2016; Freiheitliche Partei Österreichs; FPÖ; Alexander Van der Bellen; Norbert Hofer; Heinz-Christian Strache; Ideologie

 

Rezension

Mareike Gebhardt

 

„Formwandel der Verfassung. Die postdemokratische Verfasstheit des Transnationalen“ von Kolja Möller im Verlag Transcript, 2015, Bielefeld.

 

An der Universität Lausanne in der Schweiz sind in einem Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Jean-Christophe Graz zu „Transnational private regulation, production regimes, and power resources (PR3)“ zwei Stellen ausgeschrieben. Im Zentrum stehen dabei u.a. Fragen von Arbeitsregulierung:

Stepping back from conventional debates on the overall effectiveness of transnational private regulation, the project focuses instead on agency: the effect of private regulation on the capacity of those involved, especially workers, to act in local contexts. This shift in perspective allows us to explore how different types of transnational labour regulation, different national settings and different firm-level contexts of application combine to form what we call hybrid production regimes. The study examines how those regimes vary in the degree to which they support workers’ collective capacity to take action to improve their own conditions of employment.

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MQ-logo

Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

 

Emanzipatorische Aspekte der Arbeitszeitregulierung

Martin Risak

Anhand der Geschichte der Reglementierung der Arbeitszeit in Österreich, wie sie sich in den Gesetzesmaterialien und parlamentarischen Debatten widerspiegelt, wird der Frage nachgegangen, ob emanzipatorische Argumente bei der Erlassung einschlägiger Gesetze eine Rolle gespielt haben und welchem Wandel die Zielsetzung der Arbeitszeitgesetzgebung unterlegen ist.

Schlagworte: Arbeitszeit; Recht; Arbeitstag; Arbeitswoche; Flexibilisierung; Deregulierung mehr…