Tagung: Armut in wohlhabenden Gesellschaften, 26. August 2015, Salzburg

19. Mai 2015

Themen dieser Tagung von Academics Stand Against Poverty (ASAP) Österreich und dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sind Armut, Obdachlosigkeit, Migration und Erntearbeit im (südlichen) Europa. Als ReferentInnen für die inhaltlichen Vorträge konnten Prof. Gilles Reckinger, Dr.in Diana Reiners und PD Dr.in Elke Brüns gewonnen werden. Die Tagung findet am 26. August 2015, 14.00 bis 18.00 Uhr, am Zentrum für Ethik und Armutsforschung, Mönchsberg 2a, 5020 Salzburg, statt.

Die Veranstaltung soll nicht nur spannende inhaltliche Diskussionen anstoßen, sondern auch zur Weiterentwicklung des Netzwerks von ASAP Österreich dienen. Der Besuch der Tagung steht jedenfalls allen interessierten Personen offen!

Das Programm und die Abstracts finden Sie auf der Homepage von ASAP Ö: www.uni-salzburg.at/asap

Wir bitten um rasche Anmeldung, da wir nur begrenzte Sitzplätze zur Verfügung haben, unter asap@sbg.ac.at

Die Tagung ist auch eine Vorkonferenz zur internationalen ASAP Österreich Tagung „Absolute Poverty in Europe“ mit Prof. Robert Walker (Oxford) und Prof. David Hulme (Manchester) als Plenarvortragende sowie 30 weiteren Vorträgen aus ganz Europa: www.uni-salzburg.at/zea/absolutepoverty

mit Vorträgen von:

Elke Brüns (Greifswald): Obdachlosigkeit. Realitäten und Bilder extremer Armut

Zsf kommt noch!

Gilles Reckinger (Innsbruck): Lampedusa. Beegnungen am Rande Europas

Die Insel Lampedusa: klein genug, dass man sie getrost immer wieder vergessen konnte in Rom und in Brüssel – wären da nicht Zehntausende von Bootsflüchtlingen aus Afrika, die in den letzten Jahren dort angekommen sind. Wann immer eine besondere Tragödie zu vermelden ist, richten die Medien reflexartig ihre Spots auf die Insel – und wenden sich genauso schnell wieder ab. Von Lampedusa und den Lampedusani erfahren wir nichts. Gilles Reckinger hat sich mehr Zeit genommen und fragt nach dem Umgang der Menschen mit diesen Widersprüchen, und was das mit uns in der Mitte Europas zu tun hat.

Diana Reiners (Innsbruck): Bitter Oranges. Lebenswelten der afrikanischen Erntehelfer in Süditalien

Viele der afrikanischen Migranten und Migrantinnen, die über Lampedusa nach Europa kommen, arbeiten zu Hungerlöhnen auf den Orangen- und Mandarinenplantagen in Süditalien. Jedes Jahr in der Weihnachtszeit pflücken sie zu Tausenden in Rosarno (Kalabrien) billige Orangen für die Europäer und Europäerinnen. Die Menschen leben unter katastrophalen Bedingungen in Slums am Rande der Stadt, neben Autobahnen und in den umliegenden Wäldern. Nach der Saison gibt es nicht viel Arbeit, aber einige der Arbeiter haben so wenig Geld verdient, dass sie sich das Zugticket zur Tomatenernte nach Apulien nicht leisten können. Sie müssen das ganze Jahr in Kalabrien ausharren und verdienen kaum genug um sich etwas zu essen zu kaufen.

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