CfP: Die politische Ökonomie der Ungleichheit

21. Mrz 2013

Das Thema der Jahrestagung der DVPW-Sektion „Politische Ökonomie“ von 10.-11. Oktober 2013 am Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung lautet „Die Politische Ökonomie der Ungleichheit“ (PDF des Calls):

Ziel der Tagung ist ein vertieftes Verständnis von sozialer Ungleichheit, indem (1) verschiedene Dimensionen von Ungleichheit behandelt werden, die neben der Einkommens- und Vermögensverteilung etwa auch Bildungsungleichheiten oder Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen (Gender, Klasse, Ethnie, Alter etc.) umfassen können. Lässt sich Ungleichheit am besten durch ein schlankes oder eher durch ein mehrdimensionales Konzept erfassen? (2) Desweitern soll den Ursachen sozialer Ungleichheit nachgegangen werden: Liegen diese in der marktschaffenden Politik seit den achtziger Jahren oder in einer abnehmenden Fähigkeit des Sozialstaats, marktvermittelte Ungleichheiten auszugleichen? Durch welche Faktoren lassen sich Unterschiede zwischen Ländern oder Veränderungen innerhalb einzelner Staaten erklären? Schließlich wird (3) der Frage nachgegangen, welche demokratischen Folgen zunehmende Ungleichheit hat. Führt sie zu einer Politisierung der Verlierer oder im Gegenteil zu politischer Apathie? Gibt es Wechselwirkungen zwischen sozialer und politischer (Un-)Gleichheit, die sich heute deutlicher als in der Vergangenheit zeigen?

Die Tagung ist offen für Einzelfallstudien, vergleichende Analysen sowie mit quantitativen Methoden operierende Beiträge, zu denen bis zum 31. März 2013 Abstracts (max. 300 Wörter) an Armin Schäfer (as@mpifg.de) gesendet werden sollen. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden ausdrücklich ermuntert, Beiträge einzureichen.