SGS-Workshop: Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Diskursforschung

15. Jan 2013

Prof. Paula-Irene Villa und Dr. Jasmin Siri, beide vom Institut für Soziologie an der LMU München, suchen Beiträge für einen Workshop im Rahmen des Kongresss der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie (SGS) zum Thema „‚Überflüssige’, ‚Prekariat’, ‚Hartzer’… Zum Zusammenhang von sozialer Ungleichheit(-soziologie) und Diskurs(-forschung)„.

Aus dem Call for Papers (PDF):

Die Soziologie sozialer Ungleichheit hat sich im deutschen Sprachraum wesentlich als Sozialstrukturanalyse etabliert. Weniger üblich sind dabei Anschlüsse an theoretische Diskussionen. Umgekehrt meiden sozialtheoretische Überlegungen überwiegend die empirische Mühe der Ungleichheitsforschung. Dabei bieten die der Sozialstrukturanalyse zugrunde liegenden Kategorien einen produktiven Ansatzpunkt für theoretische Auseinandersetzungen (vgl. kritisch u.a. Altenhain et al 2008), wie auch umgekehrt theoretische Debatten von einer empirischen Erdung in der sozialen Ungleichheitsforschung profitieren können. Die Frage nach der Ko-Konstruktion sozialer Wirklichkeit durch soziologische Kategorisierungen, oder nach gesellschaftlicher Deutungsmacht als Dimension sozialer Ungleichheit sind nur zwei Beispiele für die soziologische (und gesellschaftliche) Relevanz einer solchen Zusammenführung.

Einreichungen mit Titel, Abstract (maximal 2000 Zeichen) und persönlichen Angaben (Name, Institution/Organisation, Adresse und E-Mail) müssen bis zum 28. Februar 2013 per E-Mail an  jasmin.siri [at] soziologie.uni-muenchen.de geschickt werden.