CFP: Förderung junger AutorInnen in den WSI-Mitteilungen

3. Nov 2017

Foto WSI MitteilungenDie WSI-Mitteilungen www.wsi-mitteilungen.de sind eine referierte wissenschaftliche Zeitschrift mit politikund praxisorientierter Ausrichtung im Themenspektrum „Arbeit-Wirtschaft-Soziales“. Für 2018 loben wir einen AutorInnenwettbewerb unter WissenschaftlerInnen in der Qualifikationsphase aus. Zur Publikation ausgewählte Einreichungen werden in den WSI-Mitteilungen veröffentlicht. Die besten drei Beiträge werden außerdem mit einem Preisgeld/AutorInnenhonorar in Höhe von 750.-/500.-/250.- Euro ausgezeichnet.

Einreichungen (inkl. einem kurzen CV) bis zum 30.04.2018 per Email an die Redaktion: Dr. Gudrun Linne WSI-Mitteilungen Redaktionsleitung e-mail: gudrun-linne@boeckler.de

Manuskripteinreichungen sollten sich beziehen auf den Themenkomplex: Unsichere Zeiten? – Rückgewinnung sozialer Sicherheit und politischer Handlungsfähigkeit

Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008ff. hat nicht nur massive ökonomische Folgen gehabt, sondern vor allem zahlreiche politische und soziale Verwerfungen hinterlassen. Das Vertrauen in Politik ist für viele ausgehöhlt. Steigende Qualifikationsanforderungen in der Arbeitswelt sowie unüberschaubare technologische Entwicklungen (Digitalisierung) schaffen ein Gefühl von Überforderung; die Zunahme diskontinuierlicher Erwerbsbiografien und instabiler Beschäftigungsverhältnisse – bei gleichzeitig sinkenden Leistungsversprechen in den sozialen Sicherungssystemen – schmälern die Hoffnungen auf Statuserhalt und münden allzu oft ein in Abstiegsängste. Zugleich wandeln und modernisieren sich Gesellschaften von innen wie von außen: u.a. durch den Wandel der Geschlechterverhältnisse, die zunehmende Anerkennung heterogener Lebensstile oder auch durch Zuwanderung. Gesellschaftlicher Wandel wirft jedoch auch neue Probleme auf oder lässt schon vorher bestehende deutlicher hervortreten: so beispielsweise die derzeit nur bedingt mögliche Vereinbarkeit von Erwerbs- und Fürsorgearbeit und die daraus resultierenden Folgen, die ungleiche Anerkennung beider Tätigkeitsfelder oder – mit Blick auf das Stichwort Zuwanderung – die eher experimentellen statt konzeptionellen Ansätze zur Gestaltung von Migration. Zusätzliche Verunsicherungen schaffen die aktuellen welt- und europapolitischen Rahmenbedingungen: Die Eurokrise und auf sie folgende Austeritätspolitiken haben langfristige ökonomische, politische und soziale Folgen insb. in den europäischen Südstaaten hinterlassen, das Projekt eines vereinigten Europas wird durch EU-skeptische Stimmungen und Risse innerhalb der EU überlagert, humanitäre Katastrophen führen zu verstärkter Zuwanderung nach Europa. Das alles sind Entwicklungen, die durch populistische Strömungen aufgegriffen, in nationalistische Abschottungen umgemünzt und zum Nährboden von Fremdenfeindlichkeit sowie Demokratie verachtenden bis hin zu faschistischen Gesinnungen (bis in die Parlamente hinein) werden.

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