Beiträge in 'Special Issue'

Am Blog Forum „Kritische Organisationsforschung“ findet sich ein Hinweis auf einen spannenden Call for Papers der Zeitschrift ‚Critical Perspectives on International Business‘ zum Thema “Voices at/from the Margins: Articulating the ‘Consequences’ of International Business” (IB):
„[T]he aim of this special issue is to establish a forum in which to articulate the consequences of IB by illuminating the voices at and from society’s social, economic, and political margins. In this endeavor, we seek well-crafted empirical and conceptual papers that account for the pejorative outcomes of IB, which specifically considers its implications on the lived realities of the most marginalized constituents of society, or what Gayatri Spivak (1988) labels—borrowing from Antonio Gramsci—the ‘subaltern’ (also see Prasad, 2009). We hold a broad understanding as to who legitimately qualifies under this label. We contend that it may include indigenous communities, exploited workers in both the formal and the informal economy, citizens living under (neo-)colonial systems such mehr »

Für die nächste Ausgabe bittet die Zeitschrift ZAG um die Zusendung von Artikeln und Artikelvorschlägen zum Thema „Repressive Toleranz“. Im Call heißt es:
Menschenrechte und Toleranz werden im Kampf für die Zivilisation und Moderne gegen vorgeblich „rückständige“ Menschen in Anschlag gebracht. Doch erschöpft sich die Legitimationsfigur nicht in der angeblichen moralischen Überlegenheit der „bürgerlich liberalen, aufgeklärten und zivilisierten“ Gesellschaften, sondern sie wird mit Frauenemanzipation für Muslima oder der Anerkennung der Rechte Homosexueller verbunden. Emanzipatorische Forderungen werden aufgenommen und teilweise strategisch und enteignend genutzt, um repressive Politik zu legitimieren. Es findet eine Neuformierung von emanzipatorischen Forderungen und politischen Lagern statt, die die politische Handlungs- und Mobilisierungsfähigkeit emanzipatorischer Bewegungen verringern kann.
Der Redaktionsschluss für den Call (PDF) ist der 15.03.2013, die Redaktion freut sich aber auch über früher ein­gereichte Beiträge. Artikel sollten nicht mehr als 12.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen.

Infos, Nachfragen, Artikelvorschläge und Kritiken an redaktion@zag-berlin.de.

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The Call for Paper below, dealing with the co-constitution of political parties and democracy, is available in German only. Submissions are possible in both English and German.
Special Issue: Die Ko-Konstitution von Parteien und Demokratie – Zur Analyse einer vernachlässigten Wechselbeziehung 
Guest Editors: Laura Dobusch,[1] Katharina Kreissl,[2] und Jasmin Siri[3]

Gerade in einer Zeit, in der der Ruf nach mehr direkter Demokratie als Reaktion auf das wachsende Machtgefälle zwischen Politik und Wirtschaft immer lauter wird, scheint ein Blick auf Parteien als Scharniere zwischen repräsentativer Demokratie und den Bürger_innen einer Gesellschaft besonders lohnenswert. Die Etablierung neuer Mitbestimmungsformen (z.B. Liquid Democracy), anhaltendes zivilgesellschaftliches Engagement sowie ein zunehmendes Desinteresse an Parteienpolitik deuten auf einen Diskurs hin, in dem die Legitimation etablierter Parteien und ihrer Politiker_innen (wieder einmal) als brüchig beschrieben wird. In den Sozialwissenschaften wurden zwar unter dem Sammelbegriff ‚Ökonomisierung des Sozialen’ die Infusion marktwirtschaftlicher Prinzipien in Politik, Bildung, Gesundheit und andere Gesellschaftsbereiche bis hin zu ihrem Einfluss auf legitime Subjektentwürfe untersucht, die Beschäftigung mit Parteien findet allerdings, vor allem jenseits der politikwissenschaftlichen Parteienforschung, nur als Nischenthema statt. Durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise erhält eine umfassende Analyse der Vormachtstellung ökonomistischer Regulierungspraktiken eine neue Brisanz: ihre ‚Bändigung’ wird zum Lackmustest für die Funktionstüchtigkeit der repräsentativen Demokratien, in der Parteien noch immer maßgeblich Personal- und Entscheidungspotenziale bereitstellen.

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