Beiträge in 'Tagung'

Die Textilindustrie prägte im 19. Jahrhundert maßgeblich die industrielle und kapitalistische Entwicklung in Europa. Millionen Menschen gab sie – oft unter erbärmlichen Bedingungen – Arbeit. Auf den Baumwollplantagen in den USA und den Kolonien sahen die Arbeitsverhältnisse nicht besser aus. Doch die europäischen Zentren der Textilproduktion verloren im 20. Jahrhundert ihre Bedeutung. Stattdessen produzieren in Süd- und Südostasien heute Millionen Menschen in Sweatshops. Fast Fashion sowie neue Materialien und Verschiebungen entlang der Wertschöpfungsketten dominieren heute das Geschehen.
Wir wollen diskutieren, welche Veränderungen wir bereits erlebt haben und welche kommen werden. Welche Rolle spielten und spielen die Automatisierung, gestiegene Produktivität und die Frage der Arbeitskräfterekrutierung in Verlagerungsprozessen? Wie ist das Wechselverhältnis
zwischen der Entwicklung des Kapitalismus und der Textilindustrie über die Zeit zu bewerten? Wie stellt sich heute angesichts eines globalen Marktes die Gegenwart und Zukunft der deutschen Textilindustrie dar?
Sven Beckert, der renommierte Forscher zur Geschichte der Textilindustrie aus mehr »

THE ‚RES PUBLICA‘ organisiert vom Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik der Technischen Universität Wien findet von 8.-9. Juni 2017 an der TU Wien statt. Im Rahmen der Tagung findet euch eine Buchpräsentation „Public or Private Goods? Redefining Res Publica“ ed. B. Unger, D. v.d. Linde, M. Getzner Cheltenham, Edward Elgar, 2017 und die Präsentation des „Egon Matzner Prize of Socio-Economics 2017“ statt. [Einladung als pdf]
Für mehr Informationen und die Anmeldung (bis 1. Juni): michael.getzner@tuwien.ac.at
„1. What is public and why should something be in public responsibility? Which criteria, and theoretical and empirical arguments are relevant to determine whether the provision, and financing of a good is a public or private responsibility, or a mixture of both?
2. Who determines what is public and what is private? Which actors do what? And why are they doing this? How is the public intervention justified? How can one decide whether there is a role mehr »

Das Forschungsinstitut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (Institute for the Comprehensive Analysis of the Economy, ICAE) lädt von 19. und 20. Mai 2017 zu seiner 8. Sommerakademie in den Linzer Wissensturm, dieses Mal zum Thema „Gemeinsam oder getrennt? Europa zwischen Integration und Polarisierung #SoAk2017“. Aus dem Programmheft (PDF):

Der europäische Integrationsprozess steht an einem Scheideweg. Das Scheitern neoliberaler Politik ist spätestens im letzten Jahrzehnt offenkundig geworden. Die Symptome dieses Scheiterns sind vielfältig: Die von ökonomischen Krisen verursachten sozialen Verwerfungen innerhalb der europäischen Gesellschaften haben sich durch das vermeintliche Rezept Austerität nur vertieft. Die angestrebte innereuropäische ökonomische und soziale Konvergenz hat sich wieder verkehrt. Aber nicht nur die Staaten untereinander, auch die diversen sozialen Gruppen innerhalb dieser driften immer weiter auseinander.

Das detaillierte Programm findet sich auch auf der ICAE-Homepage, hier geht es zur Online-Anmeldung. Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 30,00. Für mehr »

Das Forschungsinstitut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (Institute for the Comprehensive Analysis of the Economy, ICAE) lädt von 3. und 4. Juni 2016 zu seiner 7. Sommerakademie in den Linzer Wissensturm, dieses Mal zum Thema „Globalisierung und Konzernmacht – Zur Moral des Profits im 21. Jahrhundert“. Aus dem Programmheft (PDF):

Mit der Verschärfung der Globalisierung und der zunehmenden Internationalisierung der Wirtschaft seit den 1980er-Jahren haben sich die Spielräume und Machtpotentiale für global operierende Konzerne sukzessive erweitert. Diese Veränderungen führen zu einem „Standortwettbewerb“ der Nationalstaaten, der den politischen Handlungsspielraum be- schränkt. Die Auswirkungen dieses Standortwettbewerbs sind vielseitig und führen zu einem steigenden Druck auf ArbeitnehmerInnen(rechte) sowie einem verengten Handlungsspiel- raum für Kleinbetriebe. Der Standortwettbewerb und die neu gewonnene Macht transna- tionaler Konzerne stehen also in engem Zusammenhang – etwa im Kontext von Lobbyis- mus, Steuervermeidungsstrategien, der Umgehung von Arbeits- und Menschenrechten und der Aneignung von Eigentum mehr »

Das Forschungsinstitut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (Institute for Comprehensive Analysis of the Economy, ICAE) veranstaltet von 4.-5. Dezember 2015 zum bereits 7. Mal eine Wintertagung. Die Tagung findet im Linzer Wissensturm statt und steht unter dem Motto „Ökonomie! Welche Ökonomie? Zu Stand und Status der Wirtschaftswissenschaft“. Aus der Veranstaltungsankündigung (PDF der Tagungbroschüre):
Ziel der Tagung, die von 4.-5. Dezember 2015 im Linzer Wissenstum stattfindet, ist es mögliche alternative Verständnisse und Herangehensweisen an eine „Wissenschaft von der Wirtschaft“ auszuloten und deren Erklärungskraft und Durchsetzungspotentiale kritisch zu durchleuchten. Der Schwerpunkt der Tagung liegt also auf der Frage einer möglichen Neuorientierung der ökonomischen Wissenschaft.
Neben der Eröffnungs-Keynote von Steve Keen, bekannt u.a. als Autor von „Debunking Economics“, stehen vor allem interdisziplinäre Perspektiven auf Ökonomie bzw. ökonomisches Denken im Vordergrund der Tagung.

Für eine Teilnahme ist eine Anmeldung via E-Mail an guenter.sageder@jku.at erforderlich.

Themen dieser Tagung von Academics Stand Against Poverty (ASAP) Österreich und dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sind Armut, Obdachlosigkeit, Migration und Erntearbeit im (südlichen) Europa. Als ReferentInnen für die inhaltlichen Vorträge konnten Prof. Gilles Reckinger, Dr.in Diana Reiners und PD Dr.in Elke Brüns gewonnen werden. Die Tagung findet am 26. August 2015, 14.00 bis 18.00 Uhr, am Zentrum für Ethik und Armutsforschung, Mönchsberg 2a, 5020 Salzburg, statt.
Die Veranstaltung soll nicht nur spannende inhaltliche Diskussionen anstoßen, sondern auch zur Weiterentwicklung des Netzwerks von ASAP Österreich dienen. Der Besuch der Tagung steht jedenfalls allen interessierten Personen offen!

Das Programm und die Abstracts finden Sie auf der Homepage von ASAP Ö: www.uni-salzburg.at/asap

Wir bitten um rasche Anmeldung, da wir nur begrenzte Sitzplätze zur Verfügung haben, unter asap@sbg.ac.at

Die Tagung ist auch eine Vorkonferenz zur internationalen ASAP Österreich Tagung „Absolute Poverty in Europe“ mit Prof. Robert Walker (Oxford) und Prof. David Hulme (Manchester) als Plenarvortragende sowie 30 weiteren Vorträgen aus ganz Europa: www.uni-salzburg.at/zea/absolutepoverty

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Am 11. und 12. September 2015 veranstaltet die Initiative für Protest- und Bewegungsforschung (angesiedelt am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin) am WZB die Tagung „Bridging and Bonding“, deren Ziel eine Vernetzung der im weitesten Sinne im Bereich der Protest- und Bewegungsforschung aktiven WissenschaftlterInnen im deutschsprachigen Raum sein soll (Ankündigung als PDF).

Die Veranstaltung ist darauf angelegt, in offenen Diskussionsformaten WissenschaftlerInnen mit thematisch ähnlichen Interessen zusammenzubringen. Anmeldung ist direkt via Homepage möglich.

Von 15.-16. Januar 2015 findet in Jena eine Tagung zum Thema „Public Sociology – Wissenschaft und gesellschaftsverändernde Praxis“ (vgl. PDF des vorläurigen Programms):
Die Konferenz verfolgt das Ziel, das Konzept einer öffentlichen Soziologie vorzustellen und sowohl mit WissenschaftlerInnen als auch PraktikerInnen zu diskutieren. Dabei soll deutlich werden, dass öffentliche Soziologie mehr und anderes meint als „talking to the media“. Es geht darum, die öffentliche Soziologie als einen Ansatz zu präsentieren, der auf krisenhafte Umbrüche reagiert, ein neues Verhältnis von SoziologInnen und PraktikerInnen konstituiert und Wege gesellschaftlicher Transformation erkundet.
Die TeilnehmerInnenanzahl wird begrenzt sein, Anmeldung ist bis zum 20.12.2014 per Mail bei Ilka Scheibe (ilka.scheibe@uni-jena.de). Aktuelle Informationen zur Tagung erhalten Sie außerdem auf der Seite des Kollegs: www.kolleg-postwachstum.de.

Tagung an der Uni in Jena, mit dabei sind jedenfalls Eva Illouz und Tim Jackson!

The Friedrich-Schiller University in Jena, Germany, and the Max-Weber- Center for Advanced Cultural and Social Studies in Erfurt are jointly organizing a high-profile international conference on the Good Life beyond Growth from May 21-23, 2015 at the University of Jena. The conference seeks to connect current empirical research on the patterns of economic growth, social inequality, and the ecological crises, with normative questions of the good life raised by scholars from philosophy, sociology, economics and psychology. We bring together leading experts from different fields from all over the world to discuss the perspectives, requirements and contours of the „Good life beyond Growth“. Among the confirmed speakers are Eva Illouz and Tim Jackson. It is the summit-conference of the first four years of the Research-consortium on the prospects and outlines of a Post-growth- society (see www.kolleg-postwachstum.de). In this call for papers we wish to encourage both junior and senior researchers to contribute to our discussion. mehr »

Am 22./23. September 2014 findet an der TU Berlin eine Konferenz zum Thema „Konferenz: Technik und Protest. Zwischen Innovation, Akzeptanzmanagement und Kontrolle“ statt. Aus der Ankündigung:
Auf der Konferenz soll das Verhältnis von Technik und Protest und sozialen Bewegungen und dessen Reflexion in der aktuellen Technikdebatte und Innovationsforschung in den Blick genommen werden. Dabei wollen wir unterschiedliche Technologien betrachten und unterschiedlichen Fragen nachgehen: Wie können unter diesen Umständen für weitreichende technologie- und innovationspolitische Entscheidungen künftig zivilgesellschaftliche Akteure mobilisiert werden, um die Effektivität wie Legitimität solcher Entscheidungen zu steigern? Wie wirkungsvoll ist derzeit die breite Beteiligung und ist die Anerkennung von Protesten nur symbolischer bzw. rhetorischer Natur? Welche Folgen für die Technikentwicklung haben die Interventionen zivilgesellschaftlicher Berater und Kritiker? Inwiefern geraten Bewegungen selbst in den Fokus der (Überwachungs-)Technik?
Zum Flyer mit Programm geht es hier entlang: PDF.