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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, begutachtete („peer review“)  Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge (siehe dazu die Richtlinien für Beitragseinreichung) und über Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

„Globales Prekariat“? Ungleiche und kombinierte Informalisierung als sozialwissenschaftliche und politische Herausforderung

Bert Bach und Karola Blaha

Abstract:

Bach/Blaha versuchen in ihrem Beitrag eine globale Einordnung von prekären Arbeitsverhältnissen in konzeptueller und empirischer Hinsicht. Ausgangspunkt ist die seit den 1990er-Jahren intensiver geführte Prekarisierungsdebatte, die sich auf institutionelle Kontexte des globalen Nordens bezieht. Mit Verweis auf die schon länger zurückreichende und auf breitere, vielfältigere Phänomene im globalen Süden fokussierende Diskussion zu informeller Beschäftigung und Informalisierung präferieren die AutorInnen den Begriff der Informalisierung als übergeordneten, global verwendbaren bzw. weniger kontextabhängigen Begriff, um Phänomene der Unsicherheit und Verwundbarkeit sowie Verbindungen zwischen formalen und informellen Beschäftigungssegmenten etwa im Rahmen transnationaler Wertschöpfungsketten zu fassen. Vor dem Hintergrund einer sehr eingeschränkten Datenlage unternimmt der Beitrag den Versuch einer Quantifizierung verschiedener Beschäftigungsformen im globalen Rahmen, um sich einer globalen Klassenstruktur anzunähern. Der zweite Teil des Beitrags schließt an diese empirischen Befunde an und geht der Frage nach, welche Herausforderungen für die Organisation und Artikulation von Interessen von informell Beschäftigten sowie von subaltern Arbeitenden generell damit verbunden sind. Mit Bezugnahme auf Machtressourcenansätze werden Überlegungen zu Möglichkeiten und Barrieren der Organisierung angestellt.
Schlagworte: Prekarisierung; prekär; Prekariat; Informalisierung; informelle Beschäftigung; Klassenstruktur; global; Organisierung; Gewerkschaften; Machtressourcen

“Ausgelagert und unsichtbar: Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche

Karin Sardadvar

Abstract:

Der Beitrag beschäftigt sich damit, in welcher Weise Reinigungsarbeit – als ein typischer Bereich sogenannter „Einfacharbeit“ – in den vergangenen Jahrzehnten von Auslagerungen betroffen war und wie sie davon geprägt wurde. Er stellt aktuelle Branchencharakteristika und Beschäftigungsbedingungen zur Reinigungsbranche in Österreich im internationalen Kontext dar und argumentiert, dass die mit der Auslagerung verbundenen Veränderungen der Reinigungsarbeit problematische Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen verstärken. So tragen insbesondere die verbreiteten Arbeitszeiten an den Tagesrändern zu einer Unsichtbarmachung der Arbeit bei, die einer mangelnden Anerkennung weiter Vorschub leistet. Die Tendenz zur gesellschaftlichen Unsichtbarmachung spiegelt sich daneben auch in der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen (Nicht-)Zuwendung zu „Einfachdienstleistungen“ und der Reinigung im Speziellen wider. Der Beitrag geht weiters auf die Rolle des Wohlfahrtsstaates in der Gestaltung der Arbeits- und Lebensbedingungen von in „Einfachdienstleistungen“ Beschäftigten ein. Abschließend weist er auf Ansatzpunkte für Verbesserungen auf unterschiedlichen Ebenen hin.
Schlagworte: Reinigungsbranche; Dienstleistungssektor; Auslagerungen; Arbeitszeiten; Fragmentierung der Arbeit

Astrid Mager und Katja Mayer

Abstract:

Gesundheits-Apps und Tracking-Geräte zum Messen, Speichern und Verarbeiten von Körperdaten sind weltweit im Vormarsch. In unserem Artikel verwenden wir verschiedene Ansätze aus Wissenschafts- und Technikforschung (STS), Surveillance Studies und Medizin-Soziologie um diese globalen Trends der Körperdatenerfassung in gesundheitsbezogenen Kontexten erfassen und theoretisieren zu können. Wir stellen das post-digitale Konzept des „data body“ als Schnittpunkt von Online- und Offline-Welten, individuellen und kollektiven Dimensionen, privaten und öffentlichen Aspekten vor, wobei wir besonderes Augenmerk auf die Verschränkung des physischen Körpers mit seinen Datendimensionen legen. Der data body soll so in seinen Ausprägungen zwischen Empowerment und sozialer Kontrolle besser wahrnehmbar werden. Abschließend diskutieren wir, wie data bodies im Hinblick auf Eigentumsrechte, Pflege und Kontrolle sowohl von Individuen als auch Gemeinschaften in Zukunft gehandhabt werden können.
Schlagworte: Quantified Self; digitale Gesundheit; Datenpolitik; Überwachungsmedizin; PatientInnen-Selbstermächtigung

Dynamiken der ‚Sharing Economy‘ zwischen Commons und Kommodifizierung

Leonhard Dobusch

Abstract:

Vor dem Hintergrund akademischer Debatten über Wohl und Weh der sogenannten „Sharing Economy“ führt dieser Essay die Unterscheidung zwischen allmende-basierten und markt-basierten Formen von Sharing Economy ein. Mit Hilfe einer von Polanyi inspirierten Perspektive auf diese beiden Typen von Sharing Economy lassen sich in der Folge nicht nur gegenläufige Entwickungslinien zwischen Allmende und Kommodifizierung in Abhängigkeit der jeweiligen Plattform-Governance identifizieren. Darüber hinaus lenkt so eine Betrachtungsweise auch die Aufmerksamkeit auf Externalitäten, die üblicherweise mit der Ausdehnung von Marktlogiken in neue, zuvor nicht-marktliche Bereiche verbunden sind.
Schlagworte: Sharing Economy; allmende-basierte Produktionsweise; Externalitäten
20.Mai.2019

inequalityin.eu

Das Projekt www.inequalityin.eu führt die verschiedensten Datensätze zum Thema Ungleichheit innerhalb der EU zusammen und bereitet sie leicht zugänglich auf. Ökonomisches Ungleichgewicht und große Diskrepanzen in den Lebensbedingungen stellen für die Europäische Union eine wachsende politische Herausforderung dar – erstarkende nationalistische Bewegungen werden unmittelbar durch diese Realitäten geschaffen. Für die Zukunft der Europäischen Union ist der Umgang mit diesen Tatsachen maßgeblich.

www.inequalityin.eu setzt an, der interessierten Öffentlichkeit statistische und praktische Werkzeuge in die Hand zu geben um eigenständig auf mehr Gleichheit und Gerechtigkeit hinwirken zu können und sich so für ein gemeinsames, solidarisches Europa stark zu machen.

Die Bemühungen um ein gemeinsames, gerechtes Europa bedürfen eines breiten Bündnisses. Unsere Daten sind für alle zugänglich, sie dürfen und sollen vielfach geteilt, weitergeleitet, in Lehrveranstaltungen, Workshops und anderen Aktivitäten verwendet werden.

Über Rückmeldungen und einen kritischen Diskurs, das Thema betreffend, würden wir uns sehr freuen, denn der Entstehung gangbarer Alternativen geht immer eine Bewusstseinsschaffung der gegebenen Realitäten voraus.

Bildschirmfoto 2019-04-12 um 18.27.15

Wir möchten uns hiermit bei allen Menschen bedanken, die bisher überaus spannende und vielversprechende Abstracts eingereicht haben. Gleichzeitig möchten wir all jenen, die noch keine Zeit hatten ein Abstract für Momentum19: Widerspruch zu verfassen, die Möglichkeit geben in einer zweiten Anmeldephase noch ein Forschungspapier, einen Praxisbericht oder ein Policy-Paper einzureichen. Bis 30. April bitten wir um die Einsendung (anmeldung@momentum-kongress.org) eines 1-2 seitigen Abstracts zu einem der 10 Tracks, bitte nennt uns auch einen Alternativtrack, sollte eure Erstwahl bereits überbucht sein. Wir freuen uns auf alle Einreichungen und einen spannenden Kongress. In Kürze folgen weitere Informationen zum Rahmenprogramm.

Buchpräsentation und Diskussion

Montag, 6. Mai 2019, 16.30-18.00h

VinziRast – Lokal „mittendrin“, DG, Währingerstr. 19,1090 Wien
Metrics rules. Quantifizierende Verfahren versprechen Transparenz, objektive Beurteilungsmöglichkeiten und mehr Entscheidungsqualität. Nach ihrem Siegeszug in Amerika haben sie mittlerweile auch universitäre Regierungstechniken und akademische Wahrheitspolitiken in Europa umgestaltet und »unternehmerische Universitäten« hervorgebracht. Der Band untersucht die Bedeutung dieser Veränderungen für die Geschlechterdynamiken an Hochschulen, für Karriereverläufe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, für Gleichstellungspolitiken und die Gender Studies und fragt, wie diese selbst in jene Dynamiken eingebunden sind.

 

Am Podium diskutieren die Herausgeber*innen und Autor*innen:

Sabine Hark (TU Berlin) und Johanna Hofbauer (WU Wien), Katharina Kreissl (TUM), Angelika Striedinger (Renner Institut, Wien) und Birgit Sauer (Uni Wien)

Moderation:

Eva Flicker (Uni Wien)

 

Mobilität trotz Klimawandel oder Wohlstand trotz Grenzen des Wachstums. Die ganz großen Herausforderungen, genauso wie unsere alltäglichen Bedürfnisse, rufen nach innovativen Lösungen von kreativen Führungskräften.  Im Masterstudium Leading Innovative Organizations (LIO) bekommst du Tools an die Hand, die dich befähigen, aus Ideen neue Produkte, Dienstleitungen und Prozesse zu entwickeln.

Digitalisierung und Globalisierung sind die großen Treiber in der Jagd um die Lösungen von morgen. Erfolgreich ist, wer diese Megatrends versteht und mit mutigen Entscheidungen die Entwicklung proaktiv gestaltet. Gemeinsam schärfen wir deine Skills, damit du in diesem rasant wachsenden Spannungsfeld, flexibel und lösungsorientiert in deinen Managemententscheidungen bleibst.

Wir richten uns an High Potentials, GründerInnen sowie angehende oder schon etablierte Führungskräfte in Unternehmen und auch anderen Organisationen (z.B. NPOs, Think Tanks oder Interessensvertretungen), die diese Herausforderungen souverän meistern wollen.

Alle genaueren Informationen unter:
https://www.jku.at/studium/studienarten/master/ma-leading-innovative-organisations/

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The ability to be mobile despite climate change or enjoy prosperity despite the growth limits…
Creative business leaders need to find innovative solutions to not only address the immense challenges we face, but to also accommodate our everyday needs.
The Master’s degree program „Leading Innovative Organizations (LIO)“ provides you with the expertise you need to turn your ideas into new products, services, and processes.

Digitization and globalization are driving the search to find tomorrow’s solutions. Successful business leaders understand these megatrends and work proactively to shape the future by making strong – and sometimes daring – decisions. We work together with you to hone your skill set so that your business decisions remain flexible and solution-oriented in this rapidly growing and exciting field.

The program has been designed for high potential students, budding entrepreneurs as well as aspiring or already established business leaders at companies and other organizations (such as NPOs, think tanks, or interest groups) who aim to confidently master the business challenges of the future.

More informations:
https://www.jku.at/en/degree-programs/degree-programs/masters-degree-programs/ma-leading-innovative-organizations/

Call for Abstracts

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Countdown läuft…!

In 7 Tagen endet die Einreichfrist für die Abstracts für Momentum19: Widerspruch.


Inzwischen steht auch schon bei den meisten Tracks fest, wer die Trackmoderation übernehmen wird.
Einen Überblick über die Tracks sowie die Trackleitungen von Momentum19:Widerspruch finden Sie hier.


Die eingereichten Abstracts sollen einen Überblick über den geplanten Kongressbeitrag geben,
ca. zwei A4-Seiten umfassen und bis spätestens 12. April 2019 bei anmeldung@momentum-kongress.org einlangen.

Bitte geben Sie bei der Einreichung des Abstracts den gewünschten Track (sowie einen Alternativ-Track) an.

Für Fragen stehen wir jederzeit gerne unter office@momentum-kongress.org zur Verfügung.

Alle Informationen zu Momentum19: Widerspruch finden Sie auch auf unserer Website.

Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen, 

Barbara Blaha (Politische Leitung)
Leonhard Dobusch (Wissenschaftliche Leitung)

 

 

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, begutachtete („peer review“)  Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge (siehe dazu die Richtlinien für Beitragseinreichung) und über Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

 

Globale Städte und nachhaltige Entwicklungsziele: Wie werden aus Orten der Entkoppelung und der Ausbeutung Orte der sozialen Inklusion?

Albert Denk

Abstract:

Das Konzept der globalen Stadt beschreibt den Entkoppelungsprozess zwischen Städten und ihren Territorialstaaten. Globale Städte agieren in einer Art Städtenetzwerk, das durch seine ökonomischen Tätigkeiten nahezu losgelöst von staatlichen Eingriffen operiert. Zudem vollziehen sich Prozesse der Ausbeutung natürlicher Ressourcen und transnationaler Arbeitskräfte, die eine Entkoppelung zusätzlich stärken. Mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen wurde eine Agenda geschaffen, die eine Entwicklung von nachhaltigen Städten unter dem Gesichtspunkt der sozialen Inklusion anstrebt. Dieser Beitrag zeigt am Beispiel globaler Städte auf, an welche Grenzen die territorial-staatlich ausgerichteten SDGs gelangen, mit besonderem Blick auf transnationale Prozesse, global operierende Arbeit und globale Migrationsbewegungen. Dabei wird das Entwicklungsziel #11 genauer untersucht und folgenden Fragen nachgegangen: Wie können Prozesse der sozialen Inklusion in globalen Städten gestärkt werden? Und welches Potenzial liegt dabei in den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen?
Schlagworte: Globalisierung; Entwicklungsziele; Städte; Nachhaltigkeit; Inklusion

Die demokratische Gleichheit des Loses: Aus der Nische des Rechtswesens zurück in die Polis“

Tamra Ehs

Abstract:

Das Losverfahren, ein Klassiker der politischen Ideengeschichte, kommt seit einiger Zeit wieder zum Einsatz. Überall dort, wo die repräsentative Demokratie eine Vertrauenskrise erlebt, treten vermehrt geloste Bürgerräte auf den Plan. Sie sollen Menschen in den politischen Prozess bringen, die nicht schon von selbst AktivbürgerInnen sind, und eine nicht-populistische Maßnahme zur Partizipation bieten. Ausgehend von einem ideengeschichtlichen und historischen Überblick erläutert der Beitrag, wie das Losverfahren während der Entwicklung moderner Staaten allein im Rechtswesen überdauerte, nun aber angesichts der Demokratiekrise wiederentdeckt und befördert wird, um mehr demokratische Gleichheit und höhere Legitimation politischer Entscheidungen zu erlangen.
Schlagworte: Bürgerrat; Demokratie; Gleichheit; Losverfahren; Partizipation

Michael Feichtinger

Abstract:

Ausgehend von Gilles Deleuzes und Félix Guattaris Weiterentwicklung der marxistischen Theorie des Kapitalismus in Tausend Plateaus lege ich dar, wieso bestimmte Widerstandsstrategien im Paradigma des kognitiven Kapitalismus nicht fruchtbar sein können und worin ihre Schwächen liegen. Im Anschluss an diese Kritik stelle ich Anna Tsings anthropologische Studie über die Matsutakepflücker_innen als ein Emanzipationsmodell vor, welches Transitionsmöglichkeiten in eine post-kapitalistische Gesellschaft in hyper-prekären Arbeitsbedingungen verortet. Die Arbeiter_innen von Amazons Mechanical Turk werden hierbei als äquivalentes Prekariat im kognitiven Kapitalismus diskutiert, da auch sie ihre eigene Destruktionslinie erschaffen. Abschließend zeige ich, dass der linke Akzelerationismus gewissermaßen eine in der Theorie selbst kaum explizierte Radikalisierung von Tsings Appell des Prekär-Werdens darstellt. Zusammenfassend soll damit eine mögliche Perspektive aufgezeigt werden, wie diese neue und spekulative Emanzipationsstrategie wieder an ein Ende des Kapitalismus und eine post-kapitalistische Welt denken lassen.
Schlagworte: Deleuze; Guattari; Akzelerationismus; Prekarität; Kapitalismus

„Gleichbehandeln ist nicht immer gerecht behandeln“: Migrantische Studierende an Schweizer Fachhochschulen im Spannungsfeld von Differenzerfahrungen und Handlungsstrategien

Maritza Le Breton, Martin Böhnel

Abstract:

Im Fokus dieses Beitrags stehen Ergebnisse aus einem laufenden Forschungsprojekt zur „Internationalisierung an Fachhochschulen der Deutsch- und Westschweiz“. Im ersten Fachhochschulgesetz 1995 wurde die internationale Ausrichtung als Verpflichtung für den neuen praxisorientierten und berufsqualifizierenden Hochschultypus der Fachhochschulen festgehalten. Während die mit der Internationalisierung einhergehenden institutionellen Veränderungen auch an den universitären Hochschulen in der Schweiz noch wenig erforscht sind, fehlen Untersuchungen für die Fachhochschulen bisher noch weitgehend. Mit dieser Forschungslücke beschäftigt sich das Forschungsprojekt. Die Studie befasst sich aus ungleichheitstheoretischer Perspektive mit Rahmenbedingungen und Konsequenzen hochschulischer Internationalisierung unter besonderer Berücksichtigung von Migration und Geschlecht, wobei der Fokus auf den Bereich der Hochschullehre resp. die Studienbedingungen gerichtet wird.
Schlagworte: Gender und Migration in der Hochschulbildung; migrantische Studierende; Ungleichheits- und Differenzverhältnisse; Hochschul- und Fachhochschulforschung

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Abstract:

Spätestens seit dem Anfang der Finanzkrise im Jahre 2008 verliert der Neoliberalismus an Legitimität – was die Möglichkeit eröffnet eine progressive Alternative zu entwickeln. In akademischen Debatten im Bereich der Sozialpolitik bietet die Sozialinvestition jetzt die normative Orientierung für die Entwicklung einer post-neoliberalen Sozialpolitik. Der Artikel stellt die Gültigkeit von folgenden zwei Argumenten in Frage: dass die Sozialinvestition eine Alternative zu Neoliberalismus darstellt und, dass sie auf einer Neuformulierung der sozialpolitischen Ziele basiert, die Amartya Sens Capability-Ansatz verfolgt. Während sich die Sozialinvestition vom Rückzug des Wohlfahrtstaats auf der Ebene der Policy-Vorschläge unterscheidet, sind die normativen und epistemologischen Grundannahmen der Sozialinvestition zum Großteil die gleichen wie die vom Neoliberalismus und stehen im Gegensatz zum Capability Ansatz. Dies hat auch konkrete Folgen für die Formulierung und Implementierung von Sozialpolitik.
Schlagworte: Sozialinvestition; Neoliberalismus; Capability-Ansatz; Ökonomisierung; De-politisierung

Der Better-Life-Index Jugend: Was kann er für eine evidenzbasierte Jugendpolitik leisten?

Kathrin Gärtner, Ivo Ponocny

Abstract:

Im Rahmen des 7. Berichts zur Lage der Jugend in Österreich wurde unter Einbeziehung der Zielgruppe und von Expert/innen ein Index zur Lebensqualität von jungen Menschen entwickelt, berechnet und vorgestellt, der Better-Life-Index Jugend. Dabei handelt es sich um einen Summenindex basierend auf der Erhebung EU- SILC 2013, der aus zehn Subindizes zu den Lebensbereichen materielle Lebensbedingungen, Arbeit, Gesundheit, Bildung, soziale Beziehungen, Freizeit, Sicherheit, Qualität der gesellschaftlichen Organisation, Wohnen und subjektives Wohlbefinden besteht und sich vor allem dazu eignet, Gruppenunterschiede bezüglich verschiedener Lebensbereiche zu analysieren und Risikogruppen zu identifizieren. So zeigt sich beispielsweise, dass Jugendliche auf dem Land in fast allen Lebensbereichen höhere Werte aufweisen als Jugendliche in der Stadt. Was der Index aufgrund seiner Konstruktionsweise jedoch nicht leisten kann, ist ein Vergleich verschiedener Lebensbereiche, das Aufzeigen einer Entwicklung über die Zeit oder ein Vergleich mit anderen Ländern. Für solche Zwecke müsste ein entsprechender Index ganz oder zumindest teilweise auf Grundlage anderer Datenquellen aufgebaut werden.
Schlagworte: Jugend; Lebensqualität; zusammengesetzte Indikatoren; Politik

Der Riot als Vorbote und Symptom einer Krise: Zu den Ausschreitungen während des G20-Gipfels 2017 in Hamburg

Sarah Uhlmann

Abstract:

Während des G20-Gipfels in Hamburg kam es zu immensen Ausschreitungen, die zahlreiche Diskussionen in der Presse nach sich zogen. In diesen stand häufig die Straffälligkeit der RandaliererInnen im Vordergrund. Eine weitergehende politische oder wissenschaftliche Einordnung der Geschehnisse suchte man vergebens. Dieses Defizit ist auch dem Umstand geschuldet, dass die hiesige Soziale Bewegungs- und Protestforschung kaum Forschungsansätze zur Analyse von Ausschreitungen anbietet. Der vorliegende Artikel versteht Riots als ein gesellschaftliches Phänomen und bemüht sich daher um ein tiefergehendes Verständnis, indem sowohl ideelle und psychosoziale als auch sozialstrukturelle Ursachen beleuchtet werden. Die Ausschreitungen werden mithilfe von politökonomischen Arbeiten wie die von Joshua Clover als ein Krisenphänomen gedeutet, wobei sich die Eruption selbst nur aus einer relationalen Perspektive begreifen lässt. Das Ausmaß in Hamburg war nur möglich, weil die heterogenen Protestgruppierungen beim Anblick der geteilten Gegnerschaft zur Polizei eine Koalition bildeten, in der die üblichen Grenzen zwischen den unterschiedlichen politischen Spektren aber auch sozialen Schichten kurzzeitig aufgehoben wurden und so eine schwer kontrollierbare Protestmasse entstand.
Schlagworte: G20; Hamburg; Ausschreitungen; Protestbewegung; politische Ökonomie

Manfred Oberlechner

Abstract:

Pierre Bourdieus Konzeption von Bildung bzw. sein Konzept einer „reflexiven Soziologie“, Paul Mecherils disziplinäre Definition von Migrationspädagogik sowie theoretische Positionen zum Thema Inklusion und Intersektionalität bilden die theoretischen Grundlagen einer Argumentationslinie, welche notwendige Anforderungen für eine inklusive und intersektionale Migrationspädagogik als ein wesentliches Element der österreichischen LehrerInnenbildung definiert. Diesbezüglich werden demands für den Bereich Migrationspädagogik definiert betreffend curricularer Inhalte, hochschuldidaktischer Prozesse, die Personenebene und Hochschulorganisation als Ganzes. Darüber hinausgehend erfolgen die Weiterentwicklung der Migrationspädagogik mit Blick auf Inklusions- und Intersektionalitätskonzepte sowie Überlegungen zur Reflexivität in der LehrerInnenbildung bzw. zu Pädagogischer Professionalität und Reflexiver Pädagogik, die an die Kritische Theorie anschließen.
Schlagworte: Österreichische Lehramtsausbildung; Migrationspädagogik; Inklusion; Intersektionalität; Diversität; Reflexiver Habitus; Kritische Theorie

Call for Papers Grafik Please find below the Call for Papers for a Special Issue in Organization Studieson “Open Organizing in an Open Society? Conditions, Consequences and Contradictions of Openness as an Organizing Principle” (PDF), co-edited by Georg von Krogh, Violetta Splitter, Peter Walgenbach, Richard Whittington and Leonhard Dobusch. In case you are interested to submit a paper to the Special Issue, please also consider to submit a short paper version of it to the upcoming EGOS sub-theme 55 on “Open Organizing for an Open Society? Connecting Research on Organizational Openness . Submitting authors are not in any way obliged to participate at this sub-theme, and papers presented at the sub-theme are not guaranteed publication in the Special Issue. We just see this sub-theme as an opportunity to develop papers for submission. Deadline for submitting short papers to the EGOS sub-theme is January 14, 2019, deadline for submitting manuscripts to the Special Issue in Organization Studies is November 30, 2019.

 

Organization Studies: Special Issue Call for Papers

Open Organizing in an Open Society? Conditions, Consequences and Contradictions of Openness as an Organizing Principle

Editors: Leonhard Dobusch, Georg von Krogh, Violetta Splitter, Peter Walgenbach, Richard Whittington

Submission Deadline: Nov 30, 2019

 

For more detailed information visit the Website of ConJunction, Organization Studies Innsbruck Community.

 

Submitting your paper

Please submit your manuscript through the journal’s online submission system (mc.manuscriptcentral.com/orgstudies). You will need to create a user account if you do not already have one, and you must select the appropriate Special Issue at the “Manuscript Type” option. The Special Issue Editors handle all manuscripts in accordance with the journal’s policies and procedures; they expect authors to follow the journal’s submission guidelines (journals.sagepub.com/home/oss). You can submit your manuscript for this Special Issue between 15th and 30th of November 2019.

For further information please contact Violetta Splitter (violetta.splitter@uzh.ch), Leonhard Dobusch (Leonhard.Dobusch@uibk.ac.at) or one of the other editors. For administrative support and general queries, you may contact Sophia Tzagaraki, Managing Editor of Organization Studies, at osofficer@gmail.com.

Logo Arbeit Bewegung GeschichteArbeit-Bewegung-Geschichte. Zeitschrift für historische Studien* bereitet ein Schwerpunktheft vor zum Thema: *Klasse und Geschlecht*

Anbei finden Sie den Call for Articles. Der Call darf und soll auch gern an Interessierte weitergeleitet werden.

*Frauenbewegungen* und soziale Kämpfe um Arbeit*

„[…] jede Art der Ausbeutung und Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Klasse, eine Partei, eine [sic!] Geschlecht oder eine Rasse“. So beschrieb die deutsche Sozialdemokratie im Erfurter Programm von 1891 die Strukturen, gegen die sich ihre Politik wandte. Das Dokument kann als eines der ersten intersektionalen Programme der politischen Linken gelten. Auch marxistische Klassiker wie Friedrich Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ (1884) oder Bebels „Die Frau und der Sozialismus“ (1879) klammerten sich nicht an die vorgefundenen Geschlechterordnungen der proletarischen Zielgruppe.
Stattdessen kritisierten sie diese und brachten sie mit anderen Diskriminierungsformen zusammen. Anstatt populistisch dem Volk aufs Maul zu schauen, bemühte sich die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts „Klasse“ – und damit sich selbst – als Bewegung zu formen. Ob sie deshalb bereits als Arbeiter/Innen/bewegung gelten kann, ist eine der Fragen, denen wir uns im Rahmen unseres Sonderheftes widmen wollen.

Trotz der Berufung auf objektive Gesetze der Geschichte war die Formierung einer proletarischen Klassenidentität, wie sie E. P. Thompson beschrieben hat, ein aktiver Prozess, der gelingen konnte, indem der bereits existierenden bürgerlichen Frauenbewegung von den Proletarierinnen und ihren Ideengeberinnen wie Clara Zetkin ein eigener Entwurf gegenübergestellt wurde. Dennoch blieb für politische Frauen das sprichwörtliche „Unbehagen in der Klasse“. Von der klassischen Bewegung vor 1914 bis hin zur neuen Frauenbewegung der 1960-/70er-Jahre entstanden immer wieder Konflikte um das Verhältnis von Klasse und Geschlecht. Wenn es mehrere Möglichkeiten gab, gesellschaftsverändernde Protestidentitäten zu bilden, warum sollte dann „Klasse“ der Vorrang gebühren? Binnenkämpfe waren die Folge dieses Ringens um das „Wir“ der Emanzipation – manchmal produktiv, oft genug aufreibend für alle Beteiligten. Zugleich aber, auch das zeigt die jüngere Forschung, gab es vielfältige personelle Überschneidungen und Kooperationen zwischen
Arbeiter- und Frauenbewegung.

*Frauenbewegungen und historische Zäsuren*

Als 1968 der „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“ den Sozialistischen Deutschen Studentenbund mit ei­nem Tomatenwurf zur Debatte über „die Frauenfrage“ zwang, waren die internen und externen Auseinandersetzungen der sozialistischen und proletarischen Frauenbewegungen vor der Zäsur durch Krieg und Faschismus bereits weitgehend vergessen. Eine neue Generation von Frauen entdeckte – auch im Privaten – das Politische, hatte jedoch nur wenige biografische Vorbilder und kaum organisatorische Kontinuität, an die sie anknüpfen konnte. Zusätzlich verkompliziert wurde das durch die Blockkonfrontation des Kalten Krieges: Staatliche Massenorganisationen traten in der DDR und den anderen Ländern des Staatssozialismus das Erbe der Frauenbewegung an – teils heftig bekämpft von ihren Schwestern im Westen, die den „Staatsfeminismus“ als reinen Transmissionsriemen ansahen.

Ganz selbstverständlich sprechen wir heute von unterschiedlichen Phasen der Frauen- und Arbeiterbewegung bzw. der feministischen Bewegung, einer /ersten/ von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1933 und einer /zweiten/ ab den 1960er-Jahren. Außerdem gab es die Zeiten dazwischen mit ihren wieder eigenen Spezifika. Hinzu gesellt sich eine /dritte/ Phase seit den 1990er-Jahren. Eine neue Generation von Frauen jenseits der Blockkonfrontation dekonstruiert seitdem die Kategorie „Frau“ selbst.
Das „andere Geschlecht“, einst fixe Größe und einzig in seiner Hierarchisierung umstritten, löste sich auf in eine Skala divergierender Identitäten. Deren Verhältnis zueinander ist bis heute umkämpft – das kämpfende Subjekt selbst wurde fragwürdig, auch deshalb, weil schwarze Frauen und Frauen aus ehemals kolonisierten Ländern die Definitionsmacht eines rein weißen, „westlichen“ Feminismus infrage stellten.

Vielfach galten diese Konflikte als Wasserscheiden und brandneue „turns“. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die Auseinandersetzung um divergierende Identitäten nicht erst in den 90er Jahren einsetzte. US-amerikanische FeministInnen etwa verbanden schon früh die Frauenbewegung mit dem Kampf um die Abschaffung der Sklaverei.
Sowohl Niederlagen wie die Zerschlagung der Arbeiterbewegung in Deutschland und Österreich ab 1933/34, als auch die Integration durch Teilerfolge führten jedoch dazu, dass in der /longue durée/ die Geschichte der Arbeiter- und Frauenbewegungen und des Feminismus eher eine von Brüchen als von Kontinuitäten ist.

Unser Schwerpunktheft will anhand der Kategorien „Klasse“ und „Geschlecht“ nach diesen Brüchen, aber auch nach den unter ihnen verschütteten langen Linien und den Überschneidungen fragen. Wir suchen quellenbasierte Beiträge, die sich dem Verhältnis von Arbeiter- und Frauenbewegungen weltweit widmen. Der Zeitrahmen reicht dabei von den Anfängen der sozialistischen Arbeiter- und Frauenbewegung im 19.
Jahrhundert bis in die Gegenwart, aber auch Beiträge zur Geschlechterdynamik frühmoderner sozialer Proteste sind willkommen.
Vorausgesetzt wird eine historische Perspektive, die Vorläufer und Kontinuitäten mitdenkt. Transnationale und international vergleichende Arbeiten sind erwünscht, ebenso diachrone Gegenüberstellungen sowie verflechtungsgeschichtliche Untersuchungen.

*Mögliche Themen sind u.a.:*

  • Geschlechterdiskurse bzw. Verhandlung von Geschlecht in Theorie und Praxis linker Bewegungen weltweit;
  • Frauen als Akteurinnen von Sozialprotesten und Klassenformation im 18. und 19. Jahrhundert;
  • die Trennung von Produktion und Reproduktion und die bürgerliche Eigentumsordnung, sowie die sozialistische Antwort in Form einer „sozialistischen Frauenemanzipationstheorie“ (Richard Evans);
  • Interventionen in die Rechtsordnung (Wahlrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht, Organisationsverbote etc.);
  • das Verhältnis von Frauen zu linken Parteien, ihren Vorfeldorganisationen und Spaltungen: von Repression über erste Funktionsträgerinnen bis hin zu Debatten um Quotierungen und Doppelspitzen;
  • das Verhältnis von Frauen zu (Lohn-)Streiks und Gewerkschaften;
  • Streiks im /care/-Bereich und Frauen(general)streiks, wie 1975 in Island, 1991 in der Schweiz oder 1994 in Deutschland;
  • Vergeschlechtlichung von Gewalt: das Verhältnis von Frauen zu Militanz, „Propaganda der Tat“ und Pazifismus;
  • die Entwicklung des Feminismus und die damit verbundene Aufwertung der weiblichen Subjektivität als Protestidentität sowie das Verhältnis von Frauenbewegung und Feminismus;
  • Periodisierungs- und Abgrenzungsprobleme: biografische, theoretische und organisatorische Brüche sowie Kontinuitäten zwischen den verschiedenen Phasen bzw. Generationen der Frauenbewegungen;
  • das Verhältnis sozialistischer und proletarischer Frauenbewegungen zu anderen emanzipatorischen Bewegungen, beispielsweise der Antisklavereibewegung.

*Form und Fristen*

Wir bitten bis zum 31. Dezember 2018 um die Einreichung aussagekräftiger Exposés im Umfang von bis zu 2.500 Zeichen, aus denen Thematik, Methode und Quellenbasis des geplanten Artikels hervorgehen. Auf Grundlage der Exposés werden wir gezielt Beiträge anfordern. Die Abgabefrist für die ausgearbeiteten Artikel ist der 31. März 2019. Rezensionen und Dokumentationen zu thematisch passenden Veröffentlichungen sind ebenso willkommen. Alle Beiträge durchlaufen vor der Veröffentlichung ein internes Begutachtungsverfahren(review), erst nach Einreichung und Begutachtung der Endfassung erfolgt die Publikationszusage. Beiträge für Arbeit-Bewegung-Geschichte werden nicht honoriert. Manuskripte bitte per Email, vorzugsweise als doc-Datei einsenden. Die ausgearbeiteten Beiträge sollen 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten.
Bitte beachten Sie unsere Hinweise für AutorInnen.

*Kontakt und Abgabe:*

cfp@arbeit-bewegung-geschichte.de

*Der Zeitplan in Kürze:*

Einreichung von Exposés: 31. Dezember 2018

Einreichung fertiger Beiträge: 31. März 2019

Veröffentlichung des Schwerpunkthefts: September 2019