Osterkorn Maria: Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich

26. Jul 2011

(Auszug)

Menschen mit Behinderung sind sowohl durch Einzelpersonen als auch durch institutionelle sowie strukturelle Rahmenbedingungen nach wie vor in vielen Bereichen des täglichen Lebens diskriminiert bzw. benachteiligt (Wegscheider 2010a, 10). Diese Benachteiligung beginnt u.a. bei Bildung und Ausbildung, setzt sich bei den Chancen am Arbeitsmarkt fort und zieht insgesamt gesehen eine schlechtere Lebenssituation von Menschen mit Behinderung nach sich. Der „Bericht der Bundesregierung über die Lage von Menschen mit Behinderungen in Österreich 2008“ belegt, dass Menschen mit Behinderung insgesamt geringer qualifiziert und weniger erwerbstätig sind (BMASK 2009, 14ff). Daraus resultiert eine höhere Armutsgefährdung und damit verbunden vermehrt eine belastende Wohnsituation sowie eingeschränkte Sozialkontakte und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Darüber hinaus erschweren bauliche Barrieren, Hürden bei der Nutzung von Telekommunikation und Medien, inadäquate Informationsaufbereitung sowie Vorurteile bzw. aktive Diskriminierung durch Mitmenschen eine gleichberechtigte Partizipation an der Gesellschaft. Festzuhalten ist, dass Frauen mit Behinderung besonders benachteiligt sind und aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit und der Behinderung eine doppelte Diskriminierung in unterschiedlichen Lebensbereichen erfahren. In diesem Zusammenhang beleuchtet Wegscheider (2010b) z.B. die „Gesundheitsversorgung von Frauen mit Behinderungen“ und zeichnet deren Benachteiligung in diesem Bereich nach.

Dokumente zum Download

Osterkorn_2011_Paper (application/pdf)
AutorIn Momentum2011 2012-01-02 09:43:39

Osterkorn_2011_Abstract (application/pdf)
AutorIn Momentum2011 2011-07-26 11:56:07