Mörth Ruben: Falsche Schlüsse nach der Katstrophe in Fukoshima

21. Jul 2011

(Auszug aus Abstract)

Japans 3/11 revitalisierte eine längst tot-geglaubte und medial seit Jahren unbeachtete Debatte. Die positive Meinungsbildung von Seiten der Atomindustrie und das Verebben des gesellschaftlichen Interesses führten dazu, dass bis zum GAU in Fukoshima viele frühere Unfälle in Vergessenheit gerieten und im Glauben, die Kernenergie sei mittlerweile sicher, oder zumindest von geringerer Gefährlichkeit, nicht weiter über Konsequenzen nachgedacht wurde. Während das Volksbegehren zum Ausstieg Österreichs aus EURATOM nur etwa eine Woche vorher in den österreichischen Medien kaum ein Echo fand, überschlugen sich sämtliche Medien – zumindest in der ersten Zeit – in der Berichterstattung über die extremen Zustände im Kernkraftwerk Fukoshima. Der Umstand, dass ein engagiertes Volksbegehren zur Problematik nichts erreicht hatte und es wieder einmal einer Katastrophe bedurfte, um die Gefährlichkeit der Atomenergie vor Augen zu führen, scheint paradox.

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AutorIn Momentum2011 2011-10-11 17:23:44

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