Mautz Andrea: Solidarische Lohnpolitik

25. Okt 2010

Abstract Momentum 10 Track 1 „Verteilung und Umverteilung”

„Solidarische Lohnpolitik
Eine feministische Annäherung an ein wirtschaftspolitisches Konzept

Solidarische Lohnpolitik ist ein Konzept aus den 50-er, 60-er und 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ein Modell – zufällig stimmt die überspitzte Formulierung – aus einem anderen Jahrtausend. Kritische Stimmen würden einwenden, ein alter Hut, den manch einer oder eine nun wieder aus der Tasche ziehen will. Eine Kritik, die die Abwehr von wirtschaftspolitisch bereits erfolgreich umgesetzten Konzepten signalisiert, mit dem Zweck das vorherrschende Denken nicht ins Wanken geraten zu lassen. Denn seit den 80-er Jahren dominieren wieder Begriffe wie „Standortsicherung durch Wettbewerb“ und „Eindämmung der Löhne als Garant für Arbeitsplatzsicherheit“ den Wirtschaftsdiskurs.

Entwickelt wurde das Modell der Solidarischen Lohnpolitik, das im weiteren Sinn die Grundlage für ein „europäisches Sozialmodell“ bildete, in Schweden. Klar ist, dass Frauenpolitik und solidarische Lohnpolitik miteinander verwandt sind. Denn – dies liegt wohl auf der Hand – ist in jenen Ländern, in denen die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern besonders hoch sind, auch die allgemeine Lohnschere – mit all ihren volkswirtschaftlich negativen Auswirkungen – groß.

Andrea Mautz

Dokumente zum Download

Beitrag_Mautz (application/pdf)
AutorIn Momentum 2011-02-19 16:18:13