Malleier Elisabeth: Freiheit – Herkunft – Bildung – Arbeit/Arbeitslosigkeit

5. Nov 2009

Abstract Momentum 09 Track 9 „Bildung und Demokratie”

„Freiheit – Herkunft – Bildung – Arbeit/Arbeitslosigkeit”

Meine Überlegungen zum Thema Freiheit möchte ich explizit aus der Perspektive einer Tochter aus einer ArbeiterInnenfamilie ausführen, die die Universität besucht hat. Dabei wird der Mythos des „Aufstiegs durch Bildung“ in Frage gestellt und der Frage nachgegangen, wie die Prekarität die das Leben der Eltern über weite Strecken geprägt hat, von deren Kindern – wenn auch mit einem höheren Bildungsniveau – erfahren und weitergeführt wird.

Eigene Erfahrungen von Unzugehörigkeit und Exklusion, von Arbeit und Arbeitslosigkeit im akademischen Kontext werden dabei in ein Verhältnis zu aktuellen Studien über den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt für UniversitätsabsolventInnen gesetzt.

Zur Debatte gestellt wird auch, inwieweit universitäre Gleichstellungsbestrebungen im Zusammenhang mit Geschlecht die die Kategorie des Sozialen ausblendet, jenseits der Förderung von Mittelschichtsakademikerinnen auch zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen.

Grundsätzliche Überlegungen werden weiters zu Fragen gestellt, in welchem Verhältnis Freiheit und der Umgang mit fremdbestimmter Arbeit bzw. Arbeitslosigkeit stehen. Was sind die konkreten Auswirkungen von Armut und welche Bedeutung hat Geld für jene, die beispielsweise alle paar Jahre umziehen müssen, weil sie sich keine (illegale) Ablöse für einen Dauermietvertrag leisten können und die von ihren Eltern weder einen Bausparvertrag noch ein/e Eigenheim/Eigentumswohnung geschenkt kriegen oder erben werden?

Elisabeth Malleier

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AutorIn Momentum 2011-05-20 14:02:09