Lindner Philipp, Oppenauer Martin: Re-­Framing der Migration

26. Jul 2011

(Auszug)

„Längst ist hierzulande eine Klarstellung fällig: Migration bildet unsere Realität. Die Menschen, die hier leben, sind keine Fremden. Die Sprachen, die hier gesprochen werden, sind keine Fremdsprachen. Alle Jugendlichen, die hier leben, sind unsere Jugendlichen. Nach den Ergebnissen der Wiener Wahl wollen wir daher noch weniger als zuvor über Integration reden. Denn bereits das ständige Sprechen über Integration reproduziert ein angebliches Anderssein, stellt Teile der Gesellschaft unter Generalverdacht und übersieht die Vielfältigkeit der Lebensformen. Stattdessen wollen wir soziale und politische Verhältnisse thematisieren, die tagtäglich Ungleichheit zwischen Menschen neu herstellen.“1

Nach der Wiener Gemeinderatswahl am 18. Oktober 2010, die der rechtsextremen FPÖ einen enormen Stimmenzuwachs bescherte, hat ein Zusammenschluss von Intellektuellen, politischen Aktivist_innen, Sozialarbeiter_innen und Wissenschafter_innen einen Appell verfasst, der mit den Worten „Ausschluss basta!“ in die „Integrationsdebatte“ intervenierte und sich gegen den „rassistischen Konsens“ in Österreich stellte. Diese Intervention möchten wir als Ausgangspunkt für unseren Beitrag für den Track „Gleichheit fordern“ diskutieren.

Dokumente zum Download

Lindner_Oppenauer_2011_Abstract (application/pdf)
AutorIn Momentum2011 2011-07-26 13:29:23