Kraxberger Sabine: Solidaritätskonzepte in der Soziologie

25. Okt 2010

Abstract Momentum 10 Track 9 „Was ist Solidarität?”

„Solidaritätskonzepte in der Soziologie

Der Solidaritätsbegriff steht in der Soziologie eng mit der Frage nach den Bedingungen sozialer Ordnung in Verbindung. Solidarität wird häufig auch nur als anderer Begriff für gesellschaftliche Integration, Kohäsion und Zusammenhalt verwendet. Im Zentrum der soziologischen Auseinandersetzung mit dem Begriff Solidarität steht in der Regel das moderne Problem der gesellschaftlichen Integration bzw. der Kooperation ihrer Mitglieder. Mit dem Begriff Solidarität ist eine Thematik angesprochen, die vor dem Hintergrund zunehmender Individualisierung und Pluralisierung, sowie der Dominanz von anonymen, instrumentellen Sozial-beziehungen eine besondere Bedeutung erlangt hat, insofern, als sich daran die Frage knüpft, ob unter den Bedingungen der Moderne überhaupt noch von Solidarität gesprochen werden kann. Die folgenden soziologischen und sozialphilosophischen Konzepte beschreiben das Phänomen Solidarität aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven. Je nach theoretischer Position wird entweder die funktionale Verbundenheit der Individuen in den Vordergrund gerückt, oder Solidarität als besondere Form einer sozialen Beziehung konzipiert. Auch die Bedeutung gemeinsam geteilter Werte und die Rolle rational handelnder, am individuellen Nutzen orientierter Akteure erfährt eine unterschiedliche Betonung. Im vorliegenden Beitrag werden die einzelnen Solidaritätskonzeptionen vorgestellt und anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede, insbesondere im Hinblick auf die Art der sozialen Bindekräfte, den sozialen Ort, an dem Solidarität produziert wird, und in Bezug auf die gesellschaftliche Funktion von Solidarität herausgearbeitet.

Sabine Kraxberger

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AutorIn Momentum 2011-03-08 22:55:23