Jagsch Stefan: Nach Gleichheit schreien! Zur Produktivität von Wut als kollektives Instrument des Widerstandes (Arbeitstitel)

26. Jul 2011

(Auszug)

Sich über die bestehenden Zustände zu ärgern, ist keine Neuigkeit. Immer schon haben sich Menschen über Ungerechtigkeit, über Ungleichheiten echauffiert, am Stammtisch die Mächtigen angeprangert, sich in Rage geredet über unfaire Zustände in Betrieb und Gesellschaft. Holloway (2006: 10) bringt das auf den Punkt: Die Auseinandersetzung mit Ungleichheit beginnt mit der Dissonanz, mit Zorn und Wut. Für die Linke ist die Frage vital, wie an die negativen Emotionen, an den unmittelbaren Ärger, an Wut und Zorn in der Bevölkerung angedockt werden kann, wie diese (zunächst meist individualisierten) Gefühle zu einem Instrumentarium des Widerstandes gegen (be-)herrschende Zustände werden können. Wie läuft die Kollektivierung dieser negativen Grundstimmung ab, die in gesellschaftsverändernden Prozessen münden kann?

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