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Politischer und wissenschaftlicher Diskurs stehen in einem engen Zusammenhang. Durch den Verweis auf angebliche ExpertInnen werden Positionen durchgesetzt oder delegitimiert, Interessen einzelner Gruppen als jene der Gesamtbevölkerung ausgegeben oder die Suche nach Alternativen von vornherein als utopisch denunziert. Bei den ab 2008 jährlich im oberösterreichischen Weltkulturerbeort Hallstatt stattfindenden Tagungen geht es darum, im Rahmen kritischer Auseinandersetzung Alternativkonzepte zur herrschenden Praxis zu diskutieren und auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Ziel ist die Entwicklung von Maßnahmen, die auf nationalstaatlicher Ebene umsetzbar wären und zu einem höheren Grad an sozialer Gerechtigkeit beitragen. Im Vordergrund steht dabei das beste Argument, nicht Titel oder wissenschaftlicher Background. Gehört wird, wer etwas zu sagen hat.
Ausgangspunkt
Neoliberale Denkmuster bestimmen in Politik und Wissenschaft seit Jahren die Debatte. Zu einem Gutteil besteht das Geheimnis dieses Erfolgs nicht in der Tauglichkeit der angebotenen Konzepte, sondern in der scheinbaren Ratlosigkeit ihrer GegnerInnen. Indirekt entsteht dadurch der Eindruck, die gegenwärtige Politik folge unabänderlichen Regeln.
Mission Statement
Das oberösterreichische Weltkulturerbe Hallstatt ist ein wunderschöner Fleck Erde. Zugleich steht dieser Ort für eine lebendige, jahrtausende alte Kultur der Arbeit. Selbstbewusste Menschen haben hier schon früh begonnen, vermeintlich Gottgegebenes zu hinterfragen, Obrigkeiten herauszufordern, ihr eigenes Glück in die Hand zu nehmen. Diese Tradition wollen wir aufgreifen.
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