Hovorka Gerhard: Reform der Agrarpolitik der EU nach 2013 aus verteilungspolitischer Sicht

25. Okt 2010

Abstract Momentum 10 Track 1 „Verteilung und Umverteilung”

„Die Reform der Agrarpolitik der EU nach 2013 aus verteilungspolitischer Sicht

Die Agrarpolitik ist der am stärksten vergemeinschaftete Politikbereich der Europäischen Union (EU), für den rund 45% des jährlichen EU-Gesamtbudgets vorgesehen sind. In Vorbereitung der nächsten Programm– und Budgetperiode (2014 – 2020) ist die Diskussion über die Reform der Agrarpolitik bereits im Gange. Die zukünftige Ausgestaltung der Agrarpolitik ist
aber nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die SteuerzahlerInnen, KonsumentInnen, NGO’s und politischen Parteien von großem Interesse, da die Auswirkungen vielfältig sind. Ein wichtiger Punkt in der Diskussion ist die zukünftige Verteilung der Förderungen innerhalb der Landwirtschaft und zwischen den Mitgliedstaaten. Die bisherigen Verteilungsmechanismen haben zu einer sehr ungleichen Verteilung der Förderungen und der Einkommen geführt und stehen daher von vielen Seiten unter Kritik.

In diesem Beitrag werden zu Beginn die Geschichte, die Grundsätze und die Instrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU erläutert. Im nächsten Kapitel werden die empirischen Daten hinsichtlich der Ist-Situation der Verteilung der Direktzahlungen und anderer Agrarförderungen in der EU und in Österreich analysiert. Anschließend werden deren Auswirkungen auf Einkommen und Vermögen in der Landwirtschaft behandelt. Dem derzeitigen System wird die Alternative der Standardarbeitszeit als Basis für Direktzahlungen gegenübergestellt und die Verteilungswirkung diskutiert. Die Ziele und der Diskussionsstand der Reform der GAP für die Zeit nach 2013 folgen als nächstes. Abschließend werden einige
Schlussfolgerungen für eine zukünftige Agrarpolitik gezogen.

Gerhard Hovorka

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AutorIn Momentum 2011-02-19 16:05:06