Gumpinger Marianne: Solidarität als Beruf?

25. Okt 2010

Abstract Momentum 10 Track 7 „Zukunft des Wohlfahrtsstaates”

„Solidarität als Beruf?
„Soziale Arbeit ist die Institution der beruflich geleisteten Solidarität mit Menschen, insbesondere mit Menschen in sozialen Notlagen.“ www.soziales-netz.de

Soziale Arbeit als Beruf präsentiert sich als vielfältiges, in mancherlei Hinsicht auch mehrdeutiges gesellschaftliches Phänomen. Muss Herr/Frau SozialarbeiterIn sich mit Menschen in einer Notlage „solidarisieren“ oder reicht es nicht einfach, zu „helfen“, die Notlage zu bekämpfen, ohne da des Langen und Breiten philosophische Überlegungen über „Werte“ wie Solidarität anzustellen?

Der Begriff „Solidarität“ hatte zuletzt in den Neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Hochkonjunktur. Umfangreiche Studien über den Solidarbedarf, Solidaritätsformen und Möglichkeiten der Solidaritätsmehrung wurden angefertigt (Zulehner et al., 1997). Kaum eine politische Diskussion oder Leitbilder von Sozialorganisationen kamen ohne die Einforderung von Solidarität aus.

In den letzten Jahren wurde es ruhiger um diesen schillernden, vielschichtigen Begriff, der sich willig verschiedensten Kontexten anpasst – für die Soziale Arbeit aber doch um einiges mehr bedeutet als ein Allerweltsattribut. Bemerkenswert, dass sich diese Tagung voll auf diesen Terminus „Solidarität“ konzentriert, und umso bemerkenswerter: Er ist attraktiv genug, hunderte Menschen nach Hallstatt zu locken.

Marianne Gumpinger

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AutorIn Momentum 2011-03-04 15:05:52