Grubich Stefanie: Durch Ungleiches zur Gleichheit – Intersektionalität als Rettung der feministischen Analyse

26. Jul 2011

(Abstract)

Die feministische Theorie befindet sich seit den späten 1980er Jahren in einem postmodernen Dilemma. Ausgelöst durch zwei grundlegende Veränderungen im feministischen Diskurs ist die Kategorie „Frau“ als homogene, unter gleichen Voraussetzungen und Lebensrealitäten existierende Gruppe, nicht mehr verhandelbar. Einerseits hat die postkoloniale Frauenbewegung und hier vor allem der black feminism dagegen angekämpft, dass sich die Frauenbewegung immer nur „um die Interessen weißer, westlicher, heterosexueller, nicht behinderter, weiblicher Subjekte aus der Mittelschicht sorgte“1. Postkoloniale Feministinnen plädierten darauf, dass race, class und gender in einer feministischen Analyse nur gemeinsam betrachtet werden können. Als zweiten Ursprung der Intersektionalitätsanalyse ist Judith Butlers Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“2 und damit das Entstehen der Queer Theory zu nennen. Butler stellt die Kategorie „Frau“ zwar nicht politisch in Frage, zeigt aber, dass diese sowohl im sozialen als auch im biologischen Zusammenhang nur konstruiert ist.

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Grubich_2011_Abstract (application/pdf)
AutorIn Momentum2011 2011-07-26 11:12:09