Hier finden sich die eingereichten schriftlichen Beiträge zu den vergangenen Momentum Kongressen – alphabetisch geordnet nach Nachname des/der VerfasserIn. Die Beiträge können durchsucht werden – zur Einleitung finden sich die jeweiligen Abstracts der AutorInnen.
Papers
(Auszug)
Frauenpolitische Herausforderungen im 21. Jahrhundert
Die Frauenbewegung war und ist eine der erfolgreichsten Sozialbewegungen des letzten Jahrhunderts. Der Feminismus hat alte Rollenbilder aufgebrochen. Frauenrechtlerinnen haben das Thema Sexualität und Gewalt aus der Tabuzone geholt und ein ganzes Gerüst patriarchaler Vorstellungen ist ins Wanken geraten. Nach der Massenbewegung in den 1970er Jahren, entstanden in den 80er Jahren eine große Zahl verschiedenster Frauennetzwerke und feministischer Projekte. Viele Geschlechterthemen wurden auf unterschiedlichste Weisen „institutionalisiert“. Die Idee der Frauenbeauftragten wurde geboren und verwirklicht, Frauenzentren mit entsprechenden Schwerpunkten entstanden. Kommunen errichteten Frauenhäuser und/oder -gesundheitszentren. Und der Feminismus hielt Einzug in die Universitäten. Die Frauenbewegung hat nicht nur das Bild der Welt von Frauen sondern auch die Welt für Frauen verändert. Dass heute junge Frauen die Mehrheit bei den Studienanfängerinnen und sogar bei den Uni-Absolventinnen (Erstabschlüssen) stellen, ist nur ein Beispiel dafür. Immer weniger Frauen sind ausschließlich haushaltsführend, mehr als zwei Drittel der weiblichen Bevölkerung im Alter mehr »
Hemmende und unterstützende Strukturen in der universitären Frauenförderung am Beispiel der Johannes Kepler Universität Linz Seit 1897 wurden Frauen in Österreich (schrittweise) zum Studium an einer Universität zugelassen. 2009 beträgt der Frauenanteil unter den Studierenden 46,8 % und unter den ProfessorInnen 12,2 % (Gleichstellungsbericht JKU, 2010). Im Rückblick zeigt sich, der Anteil der Studentinnen ist im Vergleich zu den Professorinnen viel stärker angestiegen.
Die Aufmerksamkeitsökonomie hat die Funktionsweise politischer Handlungsmuster und Kommunikationsweisen massiv verändert. 3,5 Stunden verbringen ÖsterreicherInnen heute durchschnittlich täglich vor dem Fernseher das fünffache der Zeit, die in – den 70er-Jahren vor dem Bildschirm verbracht wurde. Gleichzeitig stehen Parteien zig Kommunikationskanäle zur Verfügung – von billiger Hauspost über die klassischen Medien bis zur großen weiten Welt des Web 2.0.
PolitikerInnen stehen heute im Match um mediale Aufmerksamkeit nicht mehr nur in Konkurrenz zu anderen PolitikerInnen, sondern zum Kapitän des Fußballnationalteams, zur neuesten Affäre des Popsternchens und zu anderen Absurditäten aus aller Welt. Das führt einerseits dazu, dass sich PolitikerInnen weit aus dem Fenster lehnen, was unseriöse Medienauftritte betrifft – vom ehemaligen deutschen Bundeskanzler Schröder bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bis zum ehemaligen Außenminister Westerwelle im „Big Brother“- Haus. Das kostet Seriosität – aber es vermittelt Volksnähe und es bringt in großem Maße das, worauf PolitikerInnen immer noch am meisten mehr »
Abstract Momentum 10 Track 5 „Community Organizing und Graswurzelbewegungen”
„Die Umverteilung der Informationsmacht”
Intro – was dieses Paper will
„Refeudalisierung der Öffentlichkeit“ nennt der deutsche Soziologe Jürgen Habermas den Prozess der Vermassung und kapitalistischen Eingemeindung der deutschen Presse ab Mitte des 19. Jahrhunderts. In seinem Standardwerk „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ beschreibt Habermas, wie die bürgerliche Revolution – freilich in den Köpfen, in ersten Druckwerken und an den Kaffeehaustischen – den Absolutismus durch die Herstellung einer größeren Publizität, einer diskursiven öffentlichen Sphäre, systematisch in Bedrängnis gebracht hat. Die „sozialstaatliche Massendemokratie“ mit unter ökonomischem Konkurrenzdruck stehenden Medien, in der sich Partikularinteressen um die Gunst mächtiger VerlegerInnen und um jene der politischen Bürokratie matchen, ist für Habermas das Ende des herrschaftsfreien Diskurses, der Mitte des 18. Jahrhunderts den Absolutismus langsam aus den Fugen geschoben habe. Der deutsche Soziologe hat eine klare Vorstellung einer der reinen Demokratie am ähnlichsten Gesellschaftsform, die brauche „mündige Bürger unter Bedingungen mehr »
Abstract Momentum 09 Track 7 „Migration, Freiheit durch Anpassung?”
„Migration zwischen „Multikulti“-Gesellschaft und Gleichheitsforderungen”
Multikulturalismus war lange Zeit das Zauberwort in Migrations- und Integrationsdebatten, vor allem links-liberaler Prägung. Damit wird das Nebeneinander-Existieren verschiedener, als in sich homogen imaginierter „Kulturen“ bezeichnet, welche durchaus „als Bereicherung des eigenen Speisezettels“ gesehen werden, solange die Berührungspunkte kulinarischer oder folkloristischer Art bleiben. Scharfe Kritik am „Multikulti“-Menschen übt auch Seyran Ates, die den „Multikultis“ Verantwortungslosigkeit vorwirft, da sich diese lediglich in einer „unverbindlichen Toleranz gegenüber anderen Kulturen üben“ würden, solange ihre eigenen Lebenswelten davon unberührt blieben. Solch eine Einstellung trage schließlich zur Bildung von „Parallelgesellschaften“ bei, sei Mitschuld an der „gescheiterten Integration“ vieler Menschen (wobei sie Integration sozusagen als individuelle Verschmelzung der verschiedenen kulturellen Einflüsse und Hintergründe sieht), ebenso wie daran, dass „Ehrenmorde“ und ähnliche Verbrechen gegen Frauen in Deutschland lange Zeit verschwiegen wurden.
Dabei findet das Konzept des Multikulturalismus auch bei der so genannten „Neuen Rechten“, welche „rassische“ mehr »
Momentum Quarterly
Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die erste Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org.
Momentum Policy Paper
Die erste Ausgabe der “Momentum Policy Papers” zum Thema Die Entwicklung der Finanzlage der Kommunen in Österreich und ihre verteilungspolitische Auswirkung hier downloaden

